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Wer pflegt wen?

Start des Forschungsprojekts
Start des Forschungsprojekts "ForGenderCare"

[25|02|2015]

Forschungsprojekt im Verbund "ForGenderCare" widmet sich dem Alltag der häuslichen Pflege

Private Haushalte sind die zentrale Säule im deutschen Wohlfahrtsstaatsmodell. Allerdings gibt es kaum Forschungen zum Alltag Pflegebedürftiger im Kontext ihres pflegenden sozialen Umfelds: Wie verlaufen Abstimmungsprozesse zwischen den an der Pflege beteiligten Personen? Wie greifen unterschiedliche Tätigkeiten ineinander, die von verschiedenen Akteuren durchgeführt werden?

 

Im neu eingerichteten Forschungsverbund „ForGenderCare“ werden insgesamt zwölf Projekte mit einer Summe von über drei Millionen Euro vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gefördert. Eines davon ist das Projekt der Hochschule München zum Thema „Care aus der Haushaltsperspektive“. Geleitet wird das Vorhaben von Prof. Dr. Gerd Mutz und Prof. Dr. Maria S. Rerrich, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, in Kooperation mit Birgit Erbe von der Frauenakademie München. Das Forschungsprojekt thematisiert die häusliche Pflege alter Menschen in der Großstadt München.

 

Als Teil des Forschungsverbunds soll das Projekt einen Beitrag dazu leisten, das Wechselspiel und Spannungsverhältnis zwischen öffentlicher und privater sowie zwischen bezahlter und unbezahlter Pflege präziser zu beschreiben. Wie definieren die Beteiligten die Qualität der Pflege, welche Zusammenhänge bestehen zwischen unterschiedlichen Lebensformen und verschiedenen Mustern von Care?

 

For Gender Care

Der Forschungsverbund „ForGenderCare“ unter der Federführung Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) will den Zusammenhang von Gender (sozial definiertes Geschlecht) und Care (Fürsorge) vor einem interdisziplinären Horizont untersuchen. Das Thema Care wird vor dem Hintergrund intensiver gesellschaftlicher Dynamiken wie dem demografischen Wandel oder Globalisierungsprozessen zunehmend zu einer zentralen gesellschaftspolitischen Herausforderung. Insbesondere im Kontext sich wandelnder Geschlechterverhältnisse rückt dabei die Frage, wer und in welcher Weise für wen Fürsorge leistet, zunehmend in den Mittelpunkt der sozialwissenschaftlichen Forschung.

 

Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst/ lt

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