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Neue Perspektiven

Bei der Erlebnispädagogik kommt es auf das Miteinander an (Foto: Manuela Braunmüller)
Bei der Erlebnispädagogik kommt es auf das Miteinander an (Foto: Manuela Braunmüller)

[06|05|2015]

Am Boys‘ bzw. Girls‘ Day lernten Schülerinnen und Schüler verschiedene Studiengänge kennen

Normalerweise sind eher die Frauen in der Überzahl: Am Boys‘ Day eroberten ca. 50 Schüler aus Realschulen und Gymnasien die Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften. Hier lernten sie neue Aspekte der sozialen Arbeit kennen: z. B. dass es wichtig ist, sich mit Computerspielen auszukennen, um später die Jugendlichen, mit denen man arbeitet, besser verstehen zu können.

 

Im Workshop Erlebnispädagogik bekamen die Schüler einen sehr praktischen Einblick in den Alltag von Erlebnispädagogen: In Vertrauensübungen und Spielen, in denen sie aufeinander angewiesen waren, erfuhren sie am eigenen Leib, wie schnell sich eine gute Dynamik auch in einer „zusammengewürfelten“ Gruppe entwickeln kann.

 

Als Sozialministerin Emilia Müller den Workshop besuchte, wurde sie in eines der Spiele integriert: Hierbei bekam die Hälfte der Anwesenden die Augen verbunden – die anderen leiteten sie mithilfe von Richtungsangaben durch den Raum. Ziel war es, einen Ball, der durch aufgespannte Schnüre getragen wurde, in einen Eimer zu befördern. Müller ermutigte die Jungen dazu, einen Beruf zu wählen, der ihnen Spaß mache und sich bei ihrer Entscheidung nicht von anderen beeinflussen zu lassen.

 

Im Vorhinein befragte der Dozent Norbert Schindler die Teilnehmer, warum es für sie wichtig sei, dass auch Männer in sozialen oder pädagogischen Berufen tätig sind. „Wenn nur viele Frauen da sind, dann traut man sich als Junge nicht, so mit ihnen zu reden“, bekam er als Antwort, oder: „Weil Jungen dann auch mehr Vorbilder in der Schule hätten.“

 

Mädchen lernen technische Studiengänge von der praktischen Seite kennen (Foto: Marco Gierschewski)
Mädchen lernen technische Studiengänge von der praktischen Seite kennen (Foto: Marco Gierschewski)
Girls in MINT

Auch der gleichzeitig stattfindende Girls‘ Day war sehr gut besucht. Am Standort Lothstraße begrüßte die Hochschulfrauenbeauftragte Prof. Dr. Elke Wolf ca. 100 Schülerinnen und freute sich, dass so viele Mädchen in Berufsfelder hineinschnuppern, die für Frauen immer noch eher untypisch sind.

 

Wolf forderte die Mädchen auf, sich alles genau anzuschauen und viele Fragen zu stellen, um sich den Entscheidungsspielraum für ihre berufliche Zukunft zu erweitern. „In der Schule sind Mädchen in Mathe und Naturwissenschaften oft besser als Jungs, sie trauen sich aber leider nicht Berufe zu wählen, die ihren Fähigkeiten entsprechen“, sagte sie.

 

Bei einer anschließenden Fragerunde zeigte sich: ein gutes Gehalt sowie ein kreatives Arbeitsfeld sind den Schülerinnen besonders wichtig, wenn sie an ihre berufliche Zukunft denken. Beides ist gerade in den Ingenieurwissenschaften gegeben – also nichts wie ran an die technischen Studiengänge!

 

 

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Katharina Borberg/ Louisa Tomayer

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