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Eine erfolgreiche Marke: Deutsche IngenieurInnen

ZEIT Campus Zukunftsfragen (Foto: Marco Gierschewski)
ZEIT Campus Zukunftsfragen (Foto: Marco Gierschewski)

[05|11|2015]

Bei ZEIT Campus Zukunftsfragen wurden die Anforderungen an junge IngenieurInnen diskutiert

IngenieurInnen sollten über den Tellerrand hinaus schauen können und auf jeden Fall Spaß an Technik haben, sagte Tina Lackmann in der Podiumsdiskussion von ZEIT Campus Zukunftsfragen zum Thema „Wie wird man Problemlöser?“. Die Referentin für Beruf und Arbeitsmarkt repräsentiert den Verein Deutscher Ingenieure. Neben ihr auf dem Podium stand HM-Präsident Prof. Dr. Michael Kortstock. Er betonte, dass Studierende in der Hochschule das Basiswissen erhalten, welches sie auf die Arbeit vorbereite, dass es aber dennoch wichtig sei, ein Leben lang weiter zu lernen. Der dritte im Bunde war Dr. Dieter Frank, Leiter des BSH-Produktbereichs Electronic System and Drives. Mit Begeisterung bei der Arbeit sein und auch in interkulturellen Teams zusammenzuarbeiten sind Qualitäten, die Frank hervorhob.

 

Kleines oder großes Unternehmen? Kinder oder Karriere?

Aus dem Publikum kamen viele interessante Fragen, u. a. zu den Themen Berufseinstieg, Auslandsaufenthalte oder der Vereinbarung von Familie und Beruf. Verallgemeinern könne man z. B. nicht, ob es sinnvoller wäre, in einem großen oder kleinen Unternehmen nach dem Studienabschluss anzufangen – das hänge sehr stark von der individuellen Einstellung ab.

 

Ein Absolvent im Publikum fragte, wie Unternehmen mit (werdenden) Eltern umgehen. Frank antwortete, dass man in der Industrie dem Thema mittlerweile offener gegenüber stehe und es kein Problem sei, die Väter ein paar Monate zu entbehren. Lackmann unterstrich, dass Elternschaft eine wertvolle soziale Erfahrung sei.

 

Ohne Soft Skills geht es nicht

Ein weiteres Thema des Abends war der Erwerb von Soft Skills. „Wer ein Produkt entwickeln möchte, der ist auf die Arbeit im Team angewiesen“, sagte Michael Kortstock. „Ein Elektroingenieur kann eine Schaltung entwickeln, aber allein damit fährt ein Auto nicht.“ Neben der Vermittlung von Fachwissen setze die Hochschule daher auf interdisziplinäre Projekte, Studium Generale und ein breites Angebot des CAREER Centers.

 

In diesem Zusammenhang fiel auch die Frage, ob ein Auslandssemester ein großer Pluspunkt bei PersonalerInnen sei. Die HM hat über 250 Kooperationshochschule – es sollte also für jeden das passende Land/ Hochschule dabei sein. Dieter Frank warf ein, dass Unternehmen die interkulturelle Erfahrung sehr schätzten und es eine persönliche Bereicherung darstelle, für einige Zeit ins Ausland zu gehen. Es sollte aber nicht nur einen Punkt im Lebenslauf darstellen, der „abgehakt“ werden muss.

 

Fazit des Abends: Deutsche IngenieurInnen genießen einen guten Ruf im In- und Ausland. Dennoch gebe es kein „deutsches Ingenieursgen“. Problemlöser werde man mit ein wenig Talent, viel Fleiß und jeder Menge Begeisterung für Technik.

 

 

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Louisa Tomayer

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