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Erst die Pizza, nun die Gipfelbrotzeit?

Ob auf dem Berg oder im Tal gibt es in den Alpen viele Esstraditionen - in diesem Fall die Brotzeit
Ob auf dem Berg oder im Tal gibt es in den Alpen viele Esstraditionen - in diesem Fall die Brotzeit

[09|04|2018]

Warum 2018 Ernährung zu europäischem Kulturerbe wird

 

Esskultur hat eine starke identitätsstiftende Bedeutung. Die Europäische Kommission erklärt deshalb das Kooperationsprojekt AlpFoodway über Ernährungsweisen im Alpenraum zum Teil des Europäischen Jahrs des Kulturerbes 2018. Im Themenjahr geht es darum, EuropäerInnen das Gefühl für einen gemeinsamen europäischen Raum zu geben. Dies erreicht das Projekt AlpFoodway dadurch, indem es deutlich macht, dass europäische Kultur nicht nur aus Monumenten und Kunstwerken besteht, sondern auch aus täglichen Ritualen wie der Nahrungsproduktion und -aufnahme.

 

AlpFoodway ist eins von drei „Spotlight“-Projekten aus den über 30 des Alpine Space -Programms. Sie alle beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit der Zukunft des Alpenraums. Prof. Dr. Thomas Bausch, Fakultät für Tourismus, ist im Projekt unter anderem für Identifikation und Erfassung von möglichem immateriellem Kulturerbe aus dem Bereich Ernährung verantwortlich.

 

Nahrung im Alpenraum

Gemeinsam mit 13 Partnern beschäftigt sich die Hochschule München in diesem länderübergreifenden EU-Projekt mit Nahrung im Alpenraum. Das zentrale Interessensgebiet der ForscherInnen, Institute und Kommunen ist das immaterielle Kulturerbe von alpinen Lebensmitteln. Es soll identifiziert, geschützt und schließlich zur Entwicklung des Alpenraums genutzt werden. Im Fokus stehen dabei nicht nur die Lebensmittel selbst, sondern auch die dahinterstehenden Landschaften, Gemeinschaften, überlieferten Herstellungsverfahren und Handwerkstechniken, Feste, ritualisierten Handlungsformen sowie das Brauchtum und die Weitergabe von althergebrachtem Wissen.

Mit dieser Plakette darf das Projekt AlpFoodway sich nun als Teil des Jahrs des Kulturerbes kenntlich machen
Mit dieser Plakette darf das Projekt AlpFoodway sich nun als Teil des Jahrs des Kulturerbes kenntlich machen

 

Die Europäische Kommission überzeugte, dass das Projekt eine Vielzahl von essenbezogenen Praktiken einbezieht, mit innovativen Weitergabemöglichkeiten von traditionellem Wissen experimentiert, und dass Essenstraditionen als Antrieb für nachhaltige lokale Entwicklung genutzt werden sollen. Zudem kooperieren 14 Partner aus sechs verschiedenen Ländern, was im Sinne der europäischen Gemeinschaft zu länderübergreifendem Austausch führt.

 

In diesem Video erfahren Interessierte mehr über das Projekt.

 

 

Cathrin Cailliau

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