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Ein runder Geburtstag

Gefragt: Prof. Dr. Rolf Heilmann bei der Autogrammstunde
Gefragt: Prof. Dr. Rolf Heilmann bei der Autogrammstunde

[13|10|2014]

Die KinderUni feiert ihr 10-jähriges Bestehen an der Hochschule München - und erhält ein großes Geschenk

Ein rundes Datum für den 10. Geburtstag der KinderUni hatten sich die OrganisatorInnen ausgesucht: Am 10.10. feierte die KinderUni ihr zehnjähriges Bestehen. Zu den Gratulanten gehörte auch HM-Präsident Prof. Dr. Michael Kortstock. Im Blauen Hörsaal der Hochschule München hielt Prof. Dr. Rolf Heilmann die Jubiläumsvorlesung zum Thema „Wie das Licht auf die Welt kam“ – ein brandaktuelles Thema, wenn man bedenkt, dass vor nicht allzu langer Zeit der Nobelpreis an zwei Lichtforscher vergeben wurde.

 

Zu Beginn schickte Heilmann die jungen ZuhörerInnen auf ein Gedankenexperiment: „Was wäre, wenn alles Licht auf der Welt aus wäre? Wenn man die Sonne ausschaltet, den Mond ausschaltet?“, fragte er – und sofort schossen zahlreiche Finger in die Höhe. Hochmotiviert unterstützten die Kinder den Professor während der Vorlesung: Jedes Mal, wenn Heilmann eine wissenschaftliche Entdeckung vorstellte, spielte er einen Torjubel ein. „Albert….“, rief er dann beispielsweise, und die Kinder ergänzten mit einem lauten „Einstein“ den Nachnamen des Entdeckers. Dabei lernten sie ganz nebenbei wissenschaftliche Größen wie Mayer, Herschel, Hubble und Lemaître kennen.

 

Unsichtbares Licht sichtbar machen

Dass bei einer Vorlesung gar nicht vorgelesen, sondern erzählt wird, bemerkten die Kinder recht schnell. Aber Professor Heilmann beließ es nicht beim reinen Erzählen, sondern demonstrierte anschaulich, was Licht alles kann. Mit einem Strahler ließ er ein solarbetriebenes Auto fahren und trieb einen Propeller an. Unsichtbares Licht, also Infrarotlicht, machte er mit einer Kamera in seinem Laptop sichtbar: „Die Kamera erkennt das Infrarotlicht aus der Fernbedienung. Manche Tiere sehen es auch, zum Beispiel Katzen“, erklärte Heilmann. Nicht nur für die kleinen ZuhörerInnen neu war außerdem die Erkenntnis: Licht aus dem Urknall kann man heute noch hören. Das Rauschen, das in manchen Radios zwischen den Sendern zu hören ist, besteht zu einem winzigen Teil aus dem Licht, das beim Urknall entstanden ist. Dieses Licht wird über die Antenne des Radios aufgenommen.

 

Was vor dem Urknall war, weiß niemand. Dazu gebe es zahlreiche Theorien. Aber: „Ich würde mich freuen, wenn ihr selbst über die Welt nachdenkt und eure eigenen Theorien entwickelt. Und vielleicht sehen wir uns dann demnächst hier an der Hochschule München wieder“, sagte Prof. Heilmann. Damit die KinderUni auch in Zukunft spannende Vorlesungen anbieten kann, spendete die Bank StateStreet 30.000 US-Dollar an den Verein Kultur & Spielraum. An der Hochschule München geht die KinderUni am 7. November in die nächste Runde: Dann geht Prof. Dr. Elke Wolf der Frage nach, warum es so schwierig ist, unsere Umwelt zu schützen.

 

 

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kl

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