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Von der Schule ins technische Labor

[27|10|2014]

„MINT 4 Girls“ möchte Schülerinnen für technische Studiengänge gewinnen

Was passiert eigentlich in einem Windkanal und wozu benötigt man Fluidtechnik? Diese Fragen hatten sich die 21 Schülerinnen, die am diesjährigen MINT4Girls-Projekt teilgenommen haben, bisher noch nicht gestellt. Interessiert schauten sie sich das – laut Prof. Dr. Peter Schiebener – „schönste“ und zwei weitere Labore an. Der Besuch sollte ihr Interesse für MINT-Fächer wecken und sie zu einem Studium im technischen Bereich ermutigen.

 

Nach der Begrüßung durch Maschinenbaustudentinnen informierte das Schüleroffice über Angebote für OberstufenschülerInnen, die den Übergang in die Hochschule erleichtern. In den Herbstferien findet z.B. ein Schnupperstudium statt. Hierbei können bis zu vier Vorlesungen in allen Bereichen der HM besucht werden. Ein weiteres Angebot ist das Frühstudium, in dem eine Vorlesung noch während des Abiturs besucht wird. Im Anschluss lernten die Schülerinnen zwischen 16 und 18 Jahren den Campus näher kennen und bekamen einen Einblick in verschiedene Labore der Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik und Flugzeugtechnik.

 

Von Fluiden und Motoren

Als Prof. Dr. Peter Schiebener anschließend fragte, was man unter Fluidtechnik versteht, konnten sich nur zwei Schülerinnen ungefähr etwas unter dem Begriff vorstellen. An alltäglichen Beispielen erläuterte Schiebener, dass es sich dabei um eine Energieübertragung via Fluiden, also flüssigen Substanzen, handelt. Anwendung findet die Fluidtechnik beispielsweise in Wasserleitungen im Haushalt oder Klimaanlagen. Aber auch beim Motorenbau spielt sie eine Rolle. Für die Benzineinspritzung ist es wichtig zu wissen, wie stark eine Pumpe sein muss, um das Benzin weiterzuleiten.

Im nächsten Labor drehte sich auch alles ums Auto. Allerdings werden hier Luftwiderstands-Untersuchungen mittels eines Windkanals durchgeführt, erläuterte Labormeister Rudolf Hecker. Außerdem befindet sich im Labor ein schalldichter Raum für akustische Messungen.

 

Eine Schülerin testet den Flugsimulator
Eine Schülerin testet den Flugsimulator

 

Begeistert waren die Schülerinnen von dem Flugsimulator, der in einem Studierendenprojekt konstruiert wurde. Das Cockpit gleicht dem eines Segelflugzeugs: Es wurde mit Elektronik, Anzeigegeräten und Bedienelementen ausgestattet, deren Eingabesignale von einem Rechner ausgelesen werden. Auf einer dreiseitigen Leinwand lassen sich Flüge simulieren. Drei der Mädchen kamen in den Genuss eines Probeflugs, mussten jedoch feststellen, dass Fliegen gar nicht so einfach ist. Aber es ist ja auch noch kein Meister vom Himmel gefallen – etwa 100 Flugstunden benötigt man im Schnitt, um richtig fliegen zu können.

 

Von der Hochschule in die Praxis

Im Anschluss besuchten die Schülerinnen die BMW Group, um dort an einem interaktiven Nachmittag die vielfältigen Einsatzbereiche einer Ingenieurin aus erster Hand kennenzulernen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen und Get-together mit Teilnehmerinnen des Masterprogrammes Fastlane und Doktorandenprogrammes ProMotion erstellten sie Videoclips zu diesem Themenbereich. Dabei stellten sie heraus, warum Frauen in den MINT-Fachrichtungen gebraucht werden und Ingenieurin ein Beruf mit Zukunft ist.

 

Weitere Informationen zum Projekt MINT4Girls

 

lt

 

 

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