Projektergebnisse 2011-2016

Vielfalt der Studierenden berücksichtigen


Robert ist Vater, arbeitet als Erzieher und überlegt sich, wie er sich zusätzlich noch seinen Traum erfüllen und endlich Soziale Arbeit studieren kann. Alejandro lernt und lernt, er hat kaum noch Zeit für andere Dinge. Trotzdem kommt er nicht so richtig weiter mit seinem Pensum. Marie hat sich das Bauingenieurstudium viel praktischer vorgestellt und weiß nicht so genau, warum sie so viel Theorie für die Klausur pauken muss. Christoph fühlt sich beim Studienstart so orientierungslos, wie in einem Irrgarten.



Optimale Rahmenbedingungen schaffen


Welche Rahmenbedingungen muss die Hochschule München bieten, damit Studierende wie Robert, Alejandro, Marie oder Christoph ihr Studium nicht wieder abbrechen? Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt Für die Zukunft gerüstet (ZUG) hat im Zeitraum vom Wintersemester 2011/2012 bis zum Sommersemester 2016 Antworten und Lösungen entwickelt.



Den Start erleichtern


Wenn man sich am ersten Tag an der Hochschule wie in einem Irrgarten fühlt.
Wenn man sich am ersten Tag an der Hochschule wie in einem Irrgarten fühlt.


Damit StudienanfängerInnen wie Christoph sich in der ungewohnten neuen Umgebung der Hochschule schnell zurechtfinden und wohlfühlen, entstand etwa an der Fakultät für Architektur eine Einführungswoche, die mit einem Mentoring-Programm verbunden ist. An der Fakultät für Informatik und Mathematik lernen StudienanfängerInnen z. B. durch Erstsemestertests, welche Fach- und Schlüsselkompetenzen sie für das Studium benötigen und sie können im ersten Jahr ein Coaching in Anspruch nehmen. Im einwöchigen Projektworkshop Design-Mentoring wird an der Fakultät für Design viel Wert auf die Arbeit in interdisziplinären Teams gelegt.


Flexible Studienangebote einrichten


Durch flexible Studienangebote mehrere Rollen miteinander vereinbaren können.
Durch flexible Studienangebote mehrere Rollen miteinander vereinbaren können.


Für Studierende wie Robert, die ein Studium besser mit einem Nebenjob, Auslandsaufendhalt oder Familie vereinbaren wollen, wurden Möglichkeiten entwickelt, um Vollzeitstudiengänge individuell abzustimmen und zu flexibilisieren. Mehrere Studiengänge wie Soziale Arbeit oder Mechatronik sind mittlerweile als Teilzeitstudium machbar.




Theorie und Praxis verbinden


Manchmal sehen Studierende beim Lernen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
Manchmal sehen Studierende beim Lernen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.


Studierenden wie Marie, die sich das Studium praxisorientierter vorgestellt hatten, wird der Grundlagenstoff in den MINT-Fächern z. B. durch Exkursionen und Planspielen vermittelt.


Lern dich glücklich: Zusatzangebot bieten


Die Hürden des Studiums mit Leichtigkeit nehmen
Die Hürden des Studiums mit Leichtigkeit nehmen


Für Studierende wie Alejandro, die nicht so recht wissen, wie sie den vielen Stoff behalten sollen, gibt es neue Zusatzangebote: Das Lern- und Schreibcoaching befähigt sie, einen guten Ausgleich zu finden, indem sie früh genug anfangen zu lernen, die Lernintervalle konstant und dafür kürzer zu halten und mit den richtigen Techniken länger und konzentrierter zu arbeiten. An anderen Fakultäten lag der Fokus darauf, den Studierenden die Angst vor der Mathematik zu nehmen oder ihre Fach-Englischkenntnisse zu verbessern.



Berufliche Perspektiven schaffen


Am Ende des Studiums stehen die Studierenden an einer Weggabelung und müssen sich für einen Weg entscheiden.
Am Ende des Studiums stehen die Studierenden an einer Weggabelung und müssen sich für einen Weg entscheiden.


Viele Studierende plagen sich mit der Frage, wie es nach dem Studium weitergeht. Perspektiven bieten praxisbezogene Projektseminare mit sozialer, ökologischer und ökonomischer Verantwortung. Prominentes Beispiel ist ZukunftGestalten@HM, wo die Studierenden in interdisziplinären Teams arbeiten und sich mit vielfältigen Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Im „Project Accelerator“ werden darüber hinaus gemeinsam mit dem SCE studentische Projekte finanziell gefördert und realisiert, die zur Verbesserung der Studienbedingungen oder Lehrqualität beitragen – dazu zählen etwa die Lern-Spiel-App „Campusclash“ oder die HM-Merchandising-Initiative „DaHoaM“.



Digitales Lernen ermöglichen


Digitale Tools wie die Plattformen Moodle und Mahara geschickt einzusetzen und mit zusätzlichen Werkzeugen die Lehre zu bereichern – dabei unterstützt die Lehrenden das im Rahmen des Projekts ausgebaute E-Learning Center mit einem breiten Beratungs- und Schulungsangebot und technischen Support.


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Sara Koss
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