Autorin: Margit Meisinger

Betreuer: Prof. Dr. Wimmer

Abgabe: 14.April 2004



 




ArcObjects-Programmierung zur Realisierung einer
zeitbezogenen Erforschung der Hagelabwehr in Rosenheim mit
 ArcView und der Extension Tracking Analyst.








                                                                 Überblick

Kontakt:
margit_meisinger@yahoo.de
















Unser tägliches Umfeld ist, ebenso wie auch wir selbst, von Bewegungen und zeitlichen Veränderungen geprägt. Viele Vorgänge und Sachverhalte eröffnen uns ihre inhaltliche Aussage erst durch die Betrachtung ihrer Veränderungen entlang einer Zeitreihe. Nur so lassen sich Tendenzen und Entwicklungen abschätzen, oder Rückschlüsse ziehen. Reflektion über bereits Geschehenes wird möglich. Die Abbildung und Integration dieses Vorganges in ein Geographisches Informationssystem bietet einen verbesserten Zugang zu zeitbasierenden Themenbereichen. Profitabel ist die Nutzung der tendenziellen Analyse innerhalb eines GIS zum Beispiel im Bereich der Klima- und Wetterforschung, der Analyse sozialgeographischer Themen wie Verkehrs- oder Bevölkerungsentwicklung, sowie auf dem Gebiet der Tier- und Pflanzenforschung. Die Erweiterung der Dimensionen eines GIS um den Faktor Zeit stellt einen interessanten und zukunftsträchtigen Themenbereich dar.






Die Forderung nach digitaler Datenhaltung und den damit verbundenen Auswertungsmöglichkeiten führte in den letzten 30 Jahren zur Entwicklung digitaler Informationssysteme. Betrachtet man heutige digitale Datenbestände so fällt auf, dass sich für einen großen Teil der Daten nicht nur Raumbezug herstellen lässt, sondern auch eine zeitliche Einordnung möglich ist. Während sich raumbezogene Daten aufgrund ihrer Geometrieattribute an einer bestimmten Position innerhalb eines festgelegten Bezugssystems einordnen lassen, können räumlich-zeitliche Daten zusätzlich einem bestimmten Punkt auf der Zeitachse zugeordnet werden. Grundsätzlich lassen sich alle digitalen Daten wenigstens entsprechend der Systemzeit, ähnlich der Ordnung in einer chronologisch geführten Bibliothek einsortieren und damit im Zeitbezug darstellen. Da der Zeitbezug jedoch nicht für jeden GIS-Anwendungsbereich zwingend erforderlich ist, um dessen Daten erfolgreich auszuwerten, stellt die Erweiterung der GIS-Funktionen durch eine Zusatzapplikation einen realisierbaren Ansatz dar. Neben den klassischen Charakteristika erhält das GIS dadurch bei Bedarf zusätzliche Funktionen in den Bereichen Eingabe, Darstellung, Analyse und Auswertung.





Hoch




Diese Diplomarbeit untersucht die Verbindung der Dimensionen Raum und Zeit innerhalb eines Geographischen Informationssystems im Bereich der Hagelforschung. Zum Einen soll ein Anstoß an weitere Entwicklungen in dieser Richtung gegeben werden, zum Anderen ein Ansatz für eine wissenschaftliche Auswertung der Daten der Hagelabwehr Rosenheim geboten werden. Durch den Einsatz eines GIS ist es möglich, die Arbeit der Hagelpiloten systematisch zu erfasst und in einem einheitlichen System zu verwalten.








                                                                            

Diplomarbeit