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Innovative Simulations-Apps für die Lehre: Teilnahme an der COMSOL Conference 2026 in Cambrige
Einblick in das Forschungsprojekt ALPHA: wie neuronale Netze die Interaktivität in der Lehre revolutionieren können
14/10/2026
Ende September nahm Doktorand Ruben Burger erfolgreich an der COMSOL Conference 2026 in Cambridge, UK, teil im Rahmen des Forschungsprojekts ALPHA unter der Leitung von Prof. Kersch und Prof. Schmid. Ziel des Projekts ist die Entwicklung interaktiver Simulations-Apps für die Lehre, die den Studierenden die Möglichkeit geben, physikalische Phänomene selbst zu erkunden.
Real-time Simulations für die Lehre
Ein zentrales Anliegen des Projekts ist die reaktionsschnelle Darstellung physikalischer Zusammenhänge. Da vollständige Finite-Elemente-Berechnungen (FEM) zu lange dauern, setzt das Projekt auf Surrogatmodelle, die mit Hilfe von tiefen neuronalen Netzen (DNN) und vorab berechneten FEM-Simulationen trainiert werden. So können rechenintensive Simulationen unabhängig vom physikalischen Problem in browserbasierte Echtzeit-Apps für die Lehre umgewandelt werden.
Industrieinteresse an Simulations-Apps
Auf der Konferenz stellte Ruben Burger eine der entwickelten Apps vor: Diese demonstriert die Strahlformung von Ultraschall-Phased-Array-Prüfköpfen aus der zerstörungsfreien Prüfung. Der Ansatz weckte breites Interesse, insbesondere bei Vertretern aus der Industrie. Sie sahen Potenzial für den Einsatz in Projektbesprechungen, um den Einfluss von Designparametern sofort visuell darzustellen, ohne auf lange Berechnungen warten zu müssen.
Neuheiten bei COMSOL Multiphysics 2027
Die Konferenz bot eine Fülle von Vorträgen, Minikursen und Workshops rund um die Multiphysik-Software von COMSOL. Besonders gespannt war man auf die Vorstellung von COMSOL Multiphysics 2027, inklusive der neuen Modellierungsplattform COMSOL Systems und dem COMSOL MCP Server, einer Schnittstelle für KI-Agenten zur autonomen Simulationserstellung und -auswertung.
Cambridge: Ein inspirierender Veranstaltungsort
Die Veranstaltung fand im renommierten Churchill College der Universität Cambridge statt. Gegründet 1960 als nationales Denkmal für Winston Churchill und bekannt als „britisches MIT”, bietet das College eine ideale Umgebung für MINT-Innovationen. Ein Highlight war der Konferenzabend im historischen St John’s College, bekannt für seine „Bridge of Sighs”.
Im Rahmen dieser Forschung zeigt sich die innovative Verbindung von Lehre und Industrie durch fortschrittliche Simulationslösungen und den Studierenden und Lehrenden viele selbst erlebbare Möglichkeiten, die das Projekt ALPHA für die Zukunft der Lehre bietet!