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Heiß oder kalt?

Gespannt lauschende Zuhörer (Foto: Manuela Braunmüller)
Gespannt lauschende Zuhörer (Foto: Manuela Braunmüller)

[23|01|2015]

Die letzte KinderUni des Semesters befasste sich mit dem Thema Temperaturen messen

In der letzten KinderUni des Wintersemesters erklärte Prof. Dr. Georg Eggers von der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik seinen jungen Studierenden, wie man Temperaturen misst. Gleich zu Beginn der Vorlesung zeigte er sich erfreut, dass „viel mehr Studierende als sonst in seinen Kursen anwesend“ waren.

 

Als erstes stellte Eggers den SchülerInnen die Frage, ob der Mensch selbst ein Thermometer sein könne. Dazu nahm ein Kind zwei unterschiedliche Lineale in die Hand und stellte fest: Das Lineal aus Plastik ist wärmer als das aus Metall, obwohl beide zur selben Zeit auf den Tisch gelegt wurden. „Das Metall-Lineal entzieht dem Körper Wärme und lässt es so kühler erscheinen“, erklärte Eggers und zeigte so, dass der Körper kein (exaktes) Thermometer sein kann. „Wir können Temperaturen gut einschätzen, wenn sich etwas in unserer Nähe befindet und eine Temperatur von etwa 36 °C besitzt, z. B. unser Haustier.“ Sehr hohe oder sehr niedrige Temperaturen einzuschätzen, falle uns jedoch schwer.

 

Prof. Eggers mit dem Schaltkreis eines Feueralarms (Foto: Manuela Braunmüller)
Prof. Eggers mit dem Schaltkreis eines Feueralarms (Foto: Manuela Braunmüller)
Der Mensch musste sich also andere Mittel und Wege beschaffen, um feststellen zu können, wie kalt oder warm es ist. Dabei half die Entdeckung, dass sich verschiedene Metalle bei Temperaturschwankungen unterschiedlich stark ausdehnen: Das Bimetall war erfunden und wird bis heute dazu eingesetzt, Kühlschränke kühl zu halten oder Feuermelder auszulösen. Wie das funktioniert? Wird es wärmer, dehnt sich eines der Metalle aus, trifft auf den Widerstand des anderen Metalls und beide verbiegen sich. Dadurch wird ein Stromkreis geschlossen und die Kühlung des Kühlschranks springt an, bzw. die Sirene geht los.

 

Nach so viel technischem Input stellte Eggers etwas ganz besonderes vor: Eine Wärmebildkamera, die Temperaturen messen kann, ohne mit einem Gegenstand in Berührung zu kommen. Er erklärte, dass jeder Mensch in einer Lichtfarbe leuchtet, die das menschliche Auge nicht mehr wahrnehmen kann. Wie eine solche Kamera eingesetzt wird, demonstrierte er an seinen jungen Studierenden. Diese waren begeistert von ihren hell erleuchteten Gesichtern und hatten nicht nur viele Fragen an den Professor, sondern ihren Eltern an diesem Abend wohl auch einiges zu erzählen.

 

lt

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