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Mobil im Zug!

Die Studierenden stellen sich den Fragen der Nahverkehrsanbieter (Foto: Marco Gierschewski)
Die Studierenden stellen sich den Fragen der Nahverkehrsanbieter (Foto: Marco Gierschewski)

[09|02|2015]

Tourismus-Studierende präsentieren Forschungsergebnisse ihrer Kundenbefragung im bayerischen Nahverkehr

Ein Funkloch im Zug! Was für viele Kunden im Personenverkehr ärgerlich ist, nahmen Studierende des fünften Semesters Tourismus zum Anlass, genauer nachzuforschen: Welche Anforderungen haben Bahnkunden in Bayern hinsichtlich Telefon und Internet? Ein Semester lang entwickelten sie gemeinsam mit Prof. Dr. Norbert Klassen einen Fragebogen und führten die Befragung sowie die anschließende Auswertung durch. Ihre Ergebnisse stellten sie verschiedenen Nahverkehrsanbietern vor.

 

Die Nachfrage nach gutem Internet- und Handyempfang ist groß

In diesem Praxisprojekt wendeten die Studierenden ihr theoretisches Wissen an: Sie befragten KundInnen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, Bayerischen Oberlandband, Bayerischen Regiobahn, Länderbahn, agilis, und DB Regio zur Internetnutzung im Zugverkehr. Demnach nutzen drei Viertel der Befragten ihr Smartphone während der Zugfahrt, vor allem für private Zwecke. Von Apps des öffentlichen Verkehrs fühlen sich 60 % informiert, 35 % halten sie jedoch für irrelevant.

 

Prof. Dr. Norbert Klassen (vorne links) mit der Seminargruppe und Unternehmensvertretern (Foto: Marco Gierschewski)
Prof. Dr. Norbert Klassen (vorne links) mit der Seminargruppe und Unternehmensvertretern (Foto: Marco Gierschewski)
Rund die Hälfte findet eine gute Internetverbindung und zwei Drittel einen guten Handyempfang wichtig. Allerdings ist die Zufriedenheit mit dem aktuellen Angebot ausbaufähig. Gleiches gilt für die Zahlungsbereitschaft. Die große Mehrheit würde für eine bessere Internetverbindung im Zug keine zusätzlichen Kosten übernehmen. Das beschäftigte die Anwesenden besonders in der intensiven Diskussion im Anschluss. Die Unternehmensvertreter resümierten, dass sich die Studierenden ein brandaktuelles Thema ausgesucht und spannende Ergebnisse geliefert hätten. Ziel der Nahverkehrsanbieter sei es, eine Ausbaustrategie gemeinsam mit Bund, Ländern und den Mobilfunkanbietern zu entwickeln.

 

Die Resultate leiten die Studierenden an Verkehrsminister Alexander Dobrindt weiter, der bereits Interesse an der Studie bekundet hat und die Diskussion rund um schnelles und kostenloses Wlan im Nahverkehr entfachte.

 

pk/lt

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