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"Effizientes Schrumpfen"

[23|04|2015]

Alumnus der Hochschule München erhält Wolfgang-Ritter-Preis für seine Doktorarbeit

Viele junge Menschen wandern in die Städte ab, die Älteren bleiben zurück – es kommt zu einer Zersiedelung, also weniger Menschen auf einer größeren Fläche. Krankenhäuser, Straßen oder Schulen können von den Gemeinden kaum noch finanziert werden. Das ist in vielen Gegenden Deutschlands und auch in anderen Ländern längst Realität. Dennoch wird den schrumpfenden Regionen erst langsam wissenschaftliche Beachtung geschenkt.

 

Dr. Markus Oberndörfer hat sich des Themas angenommen. An der Hochschule München studierte er zunächst Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Versicherungswirtschaft und absolvierte anschließend den Master mit Schwerpunkt Finance and Risk. Er promovierte an der TU Chemnitz bei Prof. Dr. Friedrich Thießen, zweitprüfer war Prof. Dr. Josef Dinauer von der Hochschule München. In seiner Doktorarbeit mit dem Titel „Effizientes Schrumpfen – Fehlanreize und Handlungsstrategien“ widmete sich Oberndörfer Vorgehensweisen, mit denen Kommunen den Folgen der Abwanderung begegnen können.

 

Mit seinen Lösungsansätzen überzeugte der 34-Jährige die Jury der Wolfgang-Ritter-Stiftung und erhielt den ersten Preis, der mit 13.000 Euro dotiert ist.

 

Der Wolfgang-Ritter-Preis

Die Wolfgang-Ritter-Stiftung schreibt jährlich einen Preis aus, mit dem hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre ausgezeichnet werden. Die einzureichenden Arbeiten sollen sich mit wirtschaftswissenschaftlichen Themen insbesondere auf dem Gebiet der Sozialen Marktwirtschaft befassen und deren Möglichkeiten und Grenzen aufzeigen. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert, kann allerdings auch geteilt werden. Zweitplatzierte war in diesem Jahr Charlotte Bartels.

 

Interview des Preisträgers mit Web.de

 

Louisa Tomayer

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