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Die offene Hochschule

Studierende im Hörsaal (Foto: Sabrina Stengel)
Studierende im Hörsaal (Foto: Sabrina Stengel)

[20|05|2015]

Innerhalb Bayerns nimmt die HM die meisten StudienanfängerInnen ohne Abitur und Fachhochschulreife auf

Nach deutschem Hochschulrecht ist es unter bestimmten Voraussetzungen möglich, auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife an einer HAW oder Uni zu studieren. Ohne das Engagement der Hochschulen wäre dies allerdings nicht möglich, denn für die Umsetzung der rechtlichen Rahmenbedingungen muss das bisherige Angebot angepasst werden, um die Anschlussfähigkeit zu gewährleisten.

 

An der Hochschule München ist Diversität ein großes Thema, sagt Präsident Prof. Dr. Michael Kortstock: „Studieren mit einem Fachabitur hat bereits eine lange Tradition bei uns – Meister oder seit einigen Jahren auch beruflich Qualifizierte ohne Abitur studieren an unserer Hochschule. Den damit entstehenden Herausforderungen begegnen wir u. a. mit dem Projekt „Offene Hochschule Oberbayern.“ Im Rahmen des BMBF-Projekts entwickeln ProfessorInnen gemeinsam mit den ReferentInnen des OHO-Teams berufsbegleitende Pilotstudiengänge. Diese sind flexibel studierbar und bauen auf den beruflichen Kompetenzen der Studierenden auf.

 

In Bayern nimmt die Hochschule München die meisten Studierenden ohne Abitur auf, gefolgt von der HAW Würzburg-Schweinfurt und der TH Nürnberg. Sich auf ein neues Klientel einzulassen, sei keinesfalls eine Belastung, so Kortstock: „Die neuen Studierendengruppen bereichern die Lehre mit ihren Erfahrungen aus dem beruflichen Alltag.“

 

Die Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE)

Die Zahlen der Studierenden ohne Abitur beweisen, dass die neue Zielgruppe ernst genommen wird und daran gearbeitet wird, sie bestmöglich einzugliedern. Nun wertete das CHE in einer Studie pro Bundesland aus, welche drei Hochschulen prozentual jeweils die meisten StudienanfängerInnen ohne Abitur und Fachhochschulreife aufnehmen. Laut den jüngsten Zahlen liegt Bayern mit einem Anteil von 1,86 Prozent StudienanfängerInnen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung im Bundesländervergleich auf dem achten Platz. Die HM liegt mit 10,64 Prozent aller Studienanfänger ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung in Bayern auf dem ersten Platz.

 

Studieren-ohne-abitur.de / Louisa Tomayer

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