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Neue Wege zur Promotion

[07|07|2015]

Das Fachforum Verbundpromotion schafft eine Plattform zur Kooperation von Universitäten und HAWs

Mit dem Bayerischen Wissenschaftsforum (BayWISS) wollen die bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) eine institutionalisierte Plattform zum Austausch, zur Koordinierung und zur Stärkung der Zusammenarbeit beider Hochschultypen schaffen.

 

Teil des Konzepts ist das Fachforum Verbundpromotion. Dort sollen Strukturen geschaffen werden, die für HAW-AbsolventInnen die Hürden auf dem Weg zur Promotion beseitigen. Das Konzept wurde maßgeblich von den Hochschulverbänden Universität Bayern und Hochschule Bayern aufgrund eines Arbeitsauftrags von Kultusminister Dr. Ludwig Spänle entwickelt. Die vierzehn Eckpunkte des Konzepts sollen auch für kooperative Promotionen außerhalb des Fachforums Verbundpromotion einen verbindlichen Rahmen schaffen.

 

„Das Fachforum Verbundpromotion ist – nach bereits bestehenden thematischen kooperativen Graduiertenkollegs wie dem KGk. Gebäudetechnik und Energieeffizienz der HM – ein wichtiger weiterer Schritt für die Forschung und Promotion an HAWs“, sagt Prof. Dr. Christiane Fritze, Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Hochschule München. „Es entsteht ein stärkeres Fundament für die Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen HAWs und Universitäten.“

 

Verlässlich, barrierefrei, planbar

Mit der Verbundpromotion wird ein Strukturmodell entwickelt, welches eine enge und arbeitsteilige Zusammenarbeit sicherstellen soll. Die gemeinsame Betreuung durch HAW- und UniversitätsprofessorInnen ist in paritätisch besetzten Verbundkollegs verbindlich geregelt. Jede Doktorandin und jeder Doktorand hat zwei gleichberechtige BetreuerInnen bzw. GutachterInnen von je einer HAW und einer Universität. Für die HAW-DoktorandInnen wird damit die Suche nach BetreuerInnen weniger beschwerlich, als sie es bisher war.

 

Zu Beginn jedes Promotionsvorhabens wird zwischen den BetreuerInnen und der/dem Promovierenden eine Betreuungsvereinbarung abgeschlossen, welche u. a. das Thema, die fachliche Betreuung, die Projektmeilensteine und etwaige fachliche und überfachliche Qualifizierungsmaßnahmen definiert.

 

Alle ProfessorInnen können Promotionen einbringen. Das Promotionsrecht liegt weiter bei den Universitäten, in den Prüfungskommissionen ist aber gleichbereichtigt je eine HAW-Professorin oder ein HAW-Professor vertreten. Auf der Promotionsurkunde stehen beide Hochschulen.

 

Das Fächerspektrum der HAWs abdecken

Die Verbundkollegs sollen sich mit globalen Herausforderungen und den besonderen Stärken sowie Kernthemen der bayerischen Wissenschaftslandschaft auseinander setzen. Dabei werden insbesondere Themen, die interdisziplinäre Forschung befördern, aufgegriffen – zum Beispiel Digitalisierung, Gesundheit, Energie oder Mobilität.

 

Zum Start sollen vier Verbundkollegs eingerichtet werden, die jeweils von mindestens einer Universität und einer HAW getragen werden. Ein zeitnaher Ausbau ist beabsichtigt. Das gesamte Fächerspektrum der HAWs soll in Bayern flächendeckend abgedeckt werden. Ein paritätischer Lenkungsausschuss koordiniert und überwacht die Verbundkollegs.

 

Kooperationsvereinbarung zwischen Universitäten und HAWs

Das BayWISS wird gemeinsam von allen bayerischen Universitäten und HAWs durch Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung gegründet und getragen. Bereits im Herbst könnte ein unterschriftsreifer Vertrag vorliegen.

 

Weitere Informationen: Pressemitteilung der Hochschule Bayern und Konzeptpapier BayWISS (PDF)

 

Claudia Köpfer

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