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Entdeckung von neuen Buntbarscharten

Apistogramma wolli sp. n. (Foto: Uwe Römer et. al.)
Apistogramma wolli sp. n. (Foto: Uwe Römer et. al.)

[10|12|2015]

Prof. Dr. Ingo Hahn und Uwe Römer veröffentlichten im Journal Vertebrate Zoology die Neubeschreibungen

Bei den beiden neubeschriebenen Arten handelt es sich um geophagine Zwergbuntbasche, die entlang des entlegenen Amazonas-Systems in Peru leben. „Beide Arten sind sehr farbenprächtig und unterscheiden sich deutlich durch mehrere Körpermerkmale und Lebensweisen von einer verwandten dritten Art (Apistogramma payaminonis)“, sagt Prof. Dr. Ingo Hahn von der Fakultät für Geoinformation.

 

Der Apistogramma wolli sp. n.

Diese Neubeschreibung lebt in Regenwaldbächen mit Schwarzwasser im Grenzgebiet von Peru und Ekuador. Um auf dem sandigen Bachbett nicht sofort entdeckt zu werden, suchen sie Deckung unter Laub und Treibholz. Die Zwergbuntbarsche weisen große Unterschiede zwischen Weibchen und Männchen auf – nicht nur was die Größe betrifft. Auch vom Aussehen her unterscheiden sich die Geschlechter drastisch: das betrifft die Färbung einzelner Körperpartien und die Ausdehnung schwarzer Streifen bzw. Flecken.

 

Apistogrmma fenocat sp. n. (Foto: Uwe Römer et. al.)
Apistogrmma fenocat sp. n. (Foto: Uwe Römer et. al.)

 

Der Apistogramma fenocat sp. n.

In den Zuflüssen des Rio Tigre lebt diese Art, weshalb sich der Name an die „Federation of the Native Communites of the Tigre“ (FECONAT) anlehnt. Auch bei ihm lassen sich deutliche Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen erkennen. Da die Region, in welcher der Apistogramma fenocat angesiedelt ist erst kürzlich zum nationalen Katastrophengebiet erklärt wurde, werden dringend Freilanddaten benötigt, um zu klären, ob der Fortbestand dieser Art gefährdet ist. Speziell großflächige Goldschürfaktivitäten und Erdölbohrungen gefährden die beschriebenen Zwergbuntbarsche potentiell.

 

Jara Dressler

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