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Promovieren an der HM

Bei kooperativen Promotionen arbeitet die HM zusammen mit Universitäten
Bei kooperativen Promotionen arbeitet die HM zusammen mit Universitäten

[15|01|2016]

Drei wissenschaftliche Mitarbeiter haben zum Jahresende erfolgreich ihre Promotion abgeschlossen

Dr. Philipp Novotny hat bereits den Bachelor Mechatronik/Feinwerktechnik mit dem Studienschwerpunkt Medizintechnik und den Master Photonik an der Hochschule absolviert. Nun promivierte er kooperativ an der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität im Bereich Humanbiologie zum Dr. rer. biol. hum. Seine Forschung wurde betreut von Prof. Dr. Ernst Pöppel und Prof. Dr. Herbert Plischke, Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik.

 

In seiner Arbeit beschäftigte sich Novotny mit der Entwicklung eines mobilen Messgerätes zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit intrinsisch fotosensitiver retinaler Ganglienzellen (ipRGCs). Eine dieser Ganglienzellen steuert unter anderem den Pupillen-Licht-Reflex (PLR), sowie unsere „inneren „Haupt“-Uhr“, besser bekannt als Nucleus suprachiasmaticus (SCN). Eine Störung des SCNs beeinflusst unseren 24-Stunden-Rhythmus und kann z. B. durch Demenz oder retinale Erkrankungen entstehen. Sollten die ipRGCs davon betroffen sein kann dies über den PLR mithilfe von spezifischen Lichtreizen dargestellt werden.

 

Zur Überprüfung des Messgeräts wurde eine bereits existierende Studie nachgestellt. Dabei wurde gezeigt, dass sich das Messgerät zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit der ipRGCs eignet. Untersucht wurde außerdem, ob und ggf. wie sich der PLR bei Menschen mit Demenz unterscheidet und wie die Akzeptanz dieses Gerätes ist. Erste Ergebnisse zeigen, dass bei den meisten Demenzpatienten eine reduzierte bis keine Unterscheidung der PLR auf unterschiedliche Reizungen festzustellen ist.

 

Promotion im Bereich Naturwissenschaften

Dr. Michael Pill hat ebenfalls im Dezember 2015 promoviert. Pill verfolgte in seiner Arbeit das Ziel, den Grund für Materialversagen zu erkennen. Dazu untersuchte er die Stabilität verschiedener kovalenter chemischer Bindungen unter mechanischer Last, um so zu einem besseren Verständnis von mechanisch aktivierten chemischen Reaktionen zu gelangen. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Martin Beyer, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und an der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften von Prof. Dr. Hauke Clausen-Schaumann sowie Prof. Dr. Alfred Kresch.

 

Pill arbeitet ebenfalls als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und hat dort bereits seinen Master in Mikro- und Nanotechnik absolviert. Zurzeit führt er außerdem quantenchemische Rechnungen für das Max-Planck-Institut für Kolloide und Grenzflächen in Potsdam durch.

 

Promotion in der Elektro- und Informationstechnik

Ebenfalls im Dezember 2015 schloss Dr. Andreas Spring im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit im Labor für Solartechnik und Energietechnische Anlagen (LSE) seine kooperative Promotion mit der Technischen Universität München ab. Seine Dissertation trägt den Titel „Netzrückwirkungen in Niederspannungsverteilnetzen durch dezentrale Photovoltaikanlagen“.

 

Spring hatte an der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik den Bachelorstudiengang Regenerative Energien – Elektrotechnik und den Masterstudiengang Electrical Engineering studiert. Seit 1. Januar ist er beim TÜV Süd im Bereich Netzintegration regenerativer Energien tätig. Der Kontakt zu seiner Hochschule wird aber nicht so schnell abreißen: Im Sommersemester 2016 übernimmt Spring einen Lehrauftrag an der Fakultät.

 

 

Jara Dressler

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