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Zum besseren Verständnis von Knorpel und Arthrose

Der Endoskopie-taugliche Sensor zur Elastizitätsmessung an Knorpeln
Der Endoskopie-taugliche Sensor zur Elastizitätsmessung an Knorpeln

[17|02|2016]

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert zwei weitere Projekte am CANTER

Am Center for Applied Tissue Engineering and Regenerative Medicine – CANTER sind in diesem Semester zwei weitere Forschungsprojekte durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt worden. Am 2011 als Kooperationsprojekt von HM, LMU und TUM gegründeten CANTER erforschen IngenieurInnen, MedizinerInnen und NaturwissenschaftlerInnen der drei beteiligten Hochschulen gemeinsam den Aufbau und die Funktionsweise von gesundem und pathologischem Gewebe und entwickeln darauf aufbauend Verfahren zur Geweberegeneration und zur Herstellung von Gewebeersatz sowie neue diagnostische Verfahren.

 

Testen und Diagnostizieren: am Knorpel

Im Projekt „Innovative Diagnostik der Arthrose mittels Endoskopie-tauglicher Faser-Bragg-Gitter-basierter Indentierung“ arbeiten die HM-Forschergruppen „Photonik“ und „Nanoanalytik/Biophysik“ sowie die „Arbeitsgruppe für Experimentelle Chirurgie und regenerative Medizin“ der LMU gemeinsam. Sie wollen einen neuartigen Endoskopie-tauglichen Sensor entwickeln und validieren, der die Elastizität von Knorpeln misst. Dieser Sensor soll es in Zukunft erlauben, mit einem minimalen Eingriff Gelenkknorpel auf seine mechanische Funktion zu testen. Dadurch verspricht man sich, eine Arthrose-bedingte Degeneration des Knorpels in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen. Das Vorhaben begann im Dezember 2015 und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

 

Neues Projekt: ExCarBon

Im Rahmen der von der DFG neu eingerichteten Forschergruppe „Exploring Articular Cartilage and Subchondral Bone Degeneration and Regeneration in Osteoarthritis – ExCarBon“, soll ein besseres Verständnis der zu degenerativen Gelenkserkrankungen, wie Arthrose führenden entzündlichen Prozesse gewonnen werden. Darüber hinaus sollen innovative Therapieansätze untersucht und entwickelt werden. Die DFG fördert die an der Forschergruppe beteiligten Universitäten und Fachhochschulen aus Essen, Heidelberg, München und Regensburg mit insgesamt zirka 2,5 Millionen Euro für drei Jahre. Der Schwerpunkt der am CANTER beteiligten Arbeitsgruppen liegt dabei biomechanischen Untersuchungen von degeneriertem und regeneriertem Knorpel (HM), der der Rolle von alpha-10 Integrin bei der Knorpelregeneration (LMU) sowie auf 3D-bildgebenden Verfahren zur Untersuchung des subchondralen Knochens (TUM).

 

Außerdem: DoktorandInnen

Neben den kürzlich begonnenen Forschungsprojekten haben am CANTER außerdem drei neue DoktorandInnen ihre Promotion gestartet: Stefanie Kiderlen, Jakob Schmid und Jun Zhang. Dr. Michael Pill aus der Arbeitsgruppe Nanoanalytik und Biophysik hat seine kooperative Promotion an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erfolgreich abgeschlossen. Tanja Becke, die im Rahmen eines gemeinsamen Projekts des Labors für Proteinbiochemie/Zelluläre Mikrobiologie promoviert, konnte mit einem Vortrag auf dem „European Meeting on the Molecular Biology of the Pneumococcus“ den Preis für die beste Präsentation von DoktorandInnen gewinnen.

 

 

Sara Magdalena Schüller

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