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Sur.viva - [be]come home

Die tatkräftige Gruppe von Studierenden, Geflüchteten und Azubis
Die tatkräftige Gruppe von Studierenden, Geflüchteten und Azubis

[24|03|2016]

Ein Kooperations-Projekt von HM-Studierenden mit Baufritz stellt mobile Unterkünfte für Geflüchtete her

Geredet wird über das Thema, wie mit den geflüchteten Menschen in Europa umzugehen ist, viel. Aber praktisch zu handeln, das war den HM-Architektur-Studierenden des Projekts "sur.viva - [be]come home" ein zentrales Anliegen. Bei ihrer Idee, mobile Unterkünfte für Geflüchtete zu konzipieren, wurden sie von Prof. Dr. Natalie Eßig und wissenschaftlichen MitarbeiterInnen der Fakultät für Architektur unterstützt.

 

Wie der Name des Projekts bereits andeutet, will „sur.viva“ den Schutzsuchenden ein (neues) Zuhause bieten, das extrem leicht auf- und wieder abbaubar ist. Modular konzipiert, beinhalten die Wohneinheiten alles, was man für den täglichen Bedarf braucht: von einer Küche mit Herdplatten, Kühlschrank und Tisch hin zu Bett und verschiedenen Ablagemöglichkeiten. Nicht allein für Geflüchtete kommen die mobilen Unterkünfte in Frage, sie können auch in anderen Notsituationen – man denke an Überschwemmungen oder Brände – zum Einsatz kommen.

 

Hilfe von Ökohauspionier Baufritz

Bei der konkreten Umsetzung ihres Projekts bekamen die Studierenden Hilfe vom Erkheimer Holzhaus-Unternehmen Baufritz . Dessen Firmenchefin Dagmar Fritz-Kramer betont in diesem Zusammenhang, dass es sich um eine win-win-Situation für alle handele: „Soziale Verantwortung ist für unsere Unternehmenskultur ein wichtiger Grundpfeiler“. Deshalb legte das Unternehmen auch Wert darauf, dass in das Projekt von Anfang an Azubis und drei in Erkheim untergebrachte geflüchtete Menschen eingebunden wurden. Damit ist „sur.viva“ auch schon während seiner Umsetzung ein integratives Unterfangen auf Augenhöhe.

 

Gemeinsam hat die Gruppe erste Prototypen gebaut. Probleme wie Isolierung und schwierige Witterungsbedingungen will die Gruppe umgehen, indem die Wohnboxen beispielsweise in leerstehenden Gebäuden aufgestellt werden. Die modulare und leicht montierbare Bauweise ist mittlerweile sogar von der Patentkanzlei Pfister und Pfister rechtlich geschützt.

 

Philipp Hegel, HM-Student und Teilnehmer des Projekts, fasst zusammen: „Es ist ein Motivationsschub für unsere Gruppe, wenn ein Unternehmen wie Baufritz hinter dem Projekt steht. Wir sind glücklich, was wir bisher geschafft haben“.

 

 

Sara Magdalena Schüller

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