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Teilen macht Freude: Neues Konzept für Solarstromsharing

Den mit Solarmodulen gewonnenen Strom teilen - das kann mit
Den mit Solarmodulen gewonnenen Strom teilen - das kann mit "Pioniernetz" möglich werden

[19|01|2017]

HM-Studierende etablieren Netzkopplungs-Prototyp auf dem Markt

 

Regenerativ erzeugte Energie nicht nur für sich selbst nutzen, sondern mit den unmittelbaren Nachbarn teilen und somit für alle einen Gewinn schaffen: Diese Überlegungen haben Andreas Eberhardt, Michael Sägmüller und Valerian-Vincent Kathan, Studierende und Alumni der Hochschule München, nun in ein Produkt übersetzt, das sie Mitte / Ende des Jahres auf den Markt bringen wollen. Das Unternehmen "Pioniernetz" ermöglicht Solarstromsharing durch einen Netzkoppler, der Energie zwischen zwei Netzen überträgt.

 

Mit Solarzellen gepflasterte Dächer sind in deutschen Wohngebieten längst kein seltener Anblick mehr. Jeder will inzwischen seinen eigenen Strom produzieren und, wenn möglich, auch für sich selbst nutzen. Einspeisevergütungen fallen und Strompreise steigen, was das Konzept der Eigennutzung von selbst erzeugter Energie immer beliebter macht. Nicht jeder Hausbesitzer kann sich jedoch die teuren Solarzellen auf dem Dach leisten und nicht jedes Haus verfügt über genügend Sonneneinstrahlung, um eigene Energie zu erzeugen. Auf der anderen Seite verbrauchen Haushalte oft die durch Photovoltaik erzeugte Energie nicht vollständig und die Einspeisung in das deutsche Stromnetz ist wirtschaftlich gesehen inzwischen wenig rentabel.

 

Private Netzkopplung als Lösung

 

Eine Lösung hat Andreas Eberhardt gemeinsam mit seinem betreuenden Professor Dr. Simon Schramm an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik im Rahmen seiner Bachelorarbeit im Frühjahr 2015 entwickelt. Damals waren alle Überlegungen zu einem Netzkoppler, der Energie von einem (Haus-)Netz in ein anderes überträgt, ohne dabei auf seinen Anschluss an das öffentliche Netz verzichten zu müssen, rein theoretischer Natur. Nun ist der Prototyp fertig, ein einphasiges System mit einer maximalen Leistung von 1,5 Kilowatt, was, wie die Entwickler des Netzkopplers feststellen, ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis ermöglicht.

 

Das von Eberhardt und zwei weiteren Studierenden gegründete Unternehmen Pioniernetz befindet sich bereits mitten im Aufbau der ersten Pilotanlagen in Orten rund um München. Durch das Feedback dieser NutzerInnen kann die Technologie den Kundenwünschen entsprechend angepasst werden, sodass der endgültige Netzkoppler zwischen Mitte und Ende 2017 auf den Markt kommen soll. Alle wichtigen Informationen zu der Technologie und dem Fortschritt lassen sich auf der Pioniernetz-Website nachlesen.

 

 

Valerie Stärk

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