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Münchner Studierende entwickeln eigenes Hochleistungs-Segelflugzeug

Über den Wolken und Bergen fliegt die Mü 31 auf ihrem Jungfernflug (Bild: Akaflieg München e.V.)
Über den Wolken und Bergen fliegt die Mü 31 auf ihrem Jungfernflug (Bild: Akaflieg München e.V.)

[04|10|2017]

Die Akademische Fliegertruppe München freut sich über den Jungfernflug der „Mü31“ in Königsberg.

 

Es war ein besonders aufregendes Erlebnis, das die Besucher im Segelflugzentrum (SFZ) Königsdorf in Erstaunen versetzte: das von Münchner Studierenden vollkommen selbstständig konzipierte und gebaute Hochleistungs-Segelflugzeug „Mü 31“ hebt zum ersten Mal ab. Die Wölbklappen des einsitzigen Segelflugzeuges messen eine Spannweite von 15 Metern. Planung und Bau des Flugzeuges, das ist klar, wären ohne ein ehrgeiziges und engagiertes Team nicht möglich gewesen. Wer steckt also hinter dem Projekt Mü 31?

 

Es handelt sich um die Akademische Fliegertruppe München „Akaflieg“, einer studentischen, selbst gegründeten Gruppe, die seit 1924 existiert, mittlerweile 40 aktive Studierende zählt und bereits 31 Prototypen entwickelt hat. Johannes Achleitner, ehemaliges Mitglied der Akaflieg, Fluglehrer und Promovend der TU München am Lehrstuhl für Leichtbau, arbeitete sechs Jahre lang gemeinsam mit der Gruppe an dem Flugzeug. Als Belohnung durfte er als erster Pilot die Mü 31 fliegen.

 

Akaflieg gibt passionierten Flugzeugbau-Fans den nötigen Raum, sich auszuprobieren und neben ihrem Studium praktische Erfahrungen zu sammeln. Unterstützt wird die Gruppe mit dem Credo „Konstruieren, Bauen und Fliegen“ von Sponsoren aus dem industriellen Bereich, der Hochschule München und der TU sowie von ehemaligen Mitgliedern der Gruppe.

 

Jahrzehnte lang geplantes Projekt

 

Es ist mittlerweile knapp 20 Jahre her, als die Akaflieg auf die Idee kam, eine Mü 31 zu bauen. Das Flugzeug hat einen speziellen aerodynamisch abgestimmten Übergang von den Flügeln zum Rumpf und einen dreiteiligen Flügel in einer typischen Schulterdecker-Konfiguration.

 

Nicht ohne Grund sind die Mitglieder der „Akaflieg“ darum überaus zufrieden mit dem Ergebnis ihrer langjährigen Bemühungen, wie auch der SFZ-Sprecher Mathias Schunk mitteilte. Demnächst ist zudem ein Nachfolgemodell geplant: die „Mü 32“. Diesmal soll es ein Segelflugzeug werden, das im Kunstflugwettbewerb der Unlimited-Klasse antreten kann.

 

 

Alia Hübsch-Chaudhry

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