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Digitale Vielfalt in der Lehre

Das E|Certificate hat viele Gesichter
Das E|Certificate hat viele Gesichter

[13|10|2017]

Vier Praxisberichte von Lehrenden, die mit dem E|Certificate erfolgreich E-Learning in der Präsenzlehre einsetzen

 

Lehrende können in Kursen des E-Learning Centers der Hochschule Medienkompetenz erwerben, um E-Learning effektiv zur Unterstützung des Lehr-/Lernprozesses einzusetzen und ihre Lehre durch neue Lehrformen zu bereichern. Vier Lehrende stellten im Sommersemester ihre Lehrkonzepte vor, die sie mithilfe der am E-Learning-Center gestärkten Fähigkeiten erstellt und durchgeführt hatten. Ihre Vorgehensweisen und Erfahrungen sind hier kurz zusammengefasst:

 

Miriam Feldmann, Lehrbeauftragte für Deutsch als Fremdsprache (Fakultät für Studium Generale und Interdisziplinäre Studien)
Miriam Feldmann, Lehrbeauftragte für Deutsch als Fremdsprache (Fakultät für Studium Generale und Interdisziplinäre Studien)
Adverbien mit Spaß erlernen

Aufgrund von Kursüberschneidungen der Studierenden konnte der Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ nicht wie üblich auf zwei Kurse aufgeteilt werden. Daher stand Dozentin Miriam Feldmann, Lehrbeauftragte für Deutsch als Fremdsprache (Fakultät für Studium Generale und Interdisziplinäre Studien) vor der Herausforderung, mit einer überdurchschnittlich großen Gruppe zu arbeiten. Zudem konnten die Studierenden, vornehmlich TeilnehmerInnen des Erasmusprogrammes, wegen Kursüberschneidungen nicht immer alle anwesend sein. Dieser Aufgabe ist Miriam Feldmann mit einer Teilvirtualisierung ihres Seminars über Moodle begegnet. Um Lernen auch außerhalb des Seminars zu ermöglichen, band sie Materialien wie Videos, Spotify-Playlisten und mehr ein. Ein Highlight für die Studierenden war die App „Quizlet“, in der sie mit ihrem Wissen gegeneinander antreten konnten. Dieses Element der Gamification bereitete ihnen einen hohen Spaßfaktor beim Lernen von z. B. Adverbien.

 

 

Prof. Dr. Christina Schindler, Professorin für Mikrosystemtechnik (Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik)
Prof. Dr. Christina Schindler, Professorin für Mikrosystemtechnik (Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik)
Laborarbeit unterstützen

Neben den Studierenden, die nur ein kurzes Praktikum im Labor für Mikrosystemtechnik absolvieren, gibt es MitarbeiterInnen und Studierende, die im Rahmen von Projektstudien und Abschlussarbeiten längerfristig im Labor arbeiten. Um deren Zusammenarbeit zu fördern und den orts- und zeitunabhängigen Wissenstransfer zu ermöglichen, hat Prof. Dr. Christina Schindler, Professorin für Mikrosystemtechnik (Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik), eine Austauschplattform für das Labor mithilfe der E-Portfolio Software Mahara aufgebaut. Unter anderem wurden von Studierenden für Studierende Videos gedreht zu Prozessen und Anlagen im Labor. Im Ergebnis war durch die Videos eine schnellere Einarbeitung möglich. Die Studierenden schauen sich vorab die Videos an, haben einen ersten Eindruck der Anlagen und können gezielt Fragen zu einzelnen Abläufen stellen. Außerdem fallen Fehlkonzepte beim Verständnis schneller auf. Zu den Videos gaben die Studierenden viel positives Feedback, für den Austausch wurde die Plattform aber anstelle von etablierten Kommunikationswegen wie E-Mail, Outlook oder Gespräch kaum genutzt.

 

 

Mirko Franck (Mitarbeiter am Strascheg Center for Entrepreneurship und an der Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik)
Mirko Franck (Mitarbeiter am Strascheg Center for Entrepreneurship und an der Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik)
Einsatz von Moodle in interdisziplinären Projektseminaren

Das interdisziplinäre Projektseminar „Real-Projects“ von Mirko Franck (Mitarbeiter am Strascheg Center for Entrepreneurship und an der Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik), startete mit einer Forschungsphase. Deren Ergebnisse sollen allen Studierenden des Kurses während des ganzen Seminars als Wissensdatenbank zur Verfügung stehen. Für die Sammlung der Ergebnisse wurde je Forschungsthema ein Moodle-Forum genutzt. So konnte jeder auch Fundstellen für andere Themen in die Sammlung integrieren und zu ihrem Wachstum beitragen. Die Studierenden haben auf den Einsatz von Moodle unterschiedlich reagiert. Denjenigen aus Fakultäten, die die Lernplattform intensiv nutzen, war die Sammlung der Ergebnisse in den Foren eingängig. Andere hatten anfänglich eine ablehnende Haltung und mussten erst vom Mehrwert überzeugt werden. Für die beteiligten Lehrenden war die Nutzung der Foren eine Erleichterung. So sparten sie sich die strukturelle Organisation des Wissensaufbaus und konnten die Zeit stattdessen für inhaltliche Arbeit im Projekt nutzen.

 

 

Dr. Renate Heese, Lehrbeauftragte für Didaktik (Fakultät für Versorgungs- und Gebäudetechnik, Verfahrenstechnik Papier und Verpackung, Druck- und Medientechnik)
Dr. Renate Heese, Lehrbeauftragte für Didaktik (Fakultät für Versorgungs- und Gebäudetechnik, Verfahrenstechnik Papier und Verpackung, Druck- und Medientechnik)
Motivierende Lernbegleitung

Studierende beschäftigen sich häufig erst kurz vor der Klausur aktiv mit dem Stoff der Vorlesung. In Folge dieses Verhaltens, für das der Begriff „Bulimielernen“ steht, wird der Stoff lediglich im Kurzzeitgedächtnis gespeichert und ist nach der Prüfung rasch wieder vergessen. Um dem entgegenzuwirken, bietet Frau Dr. Heese, Lehrbeauftragte für Didaktik (Fakultät für Versorgungs- und Gebäudetechnik, Verfahrenstechnik Papier und Verpackung, Druck- und Medientechnik) semesterbegleitend Reflexionsfragen in Moodle zu den Vorlesungsinhalten an. Die Studierenden sollen hierdurch motiviert werden, den Vorlesungsstoff zeitnah zur Vorlesung selbständig und während des laufenden Semesters zu wiederholen. Um die Motivation zu erhören, bediente sich Frau Dr. Heese eines Kniffs: Die Studierenden können die in Moodle zur Verfügung gestellten Vorlesungsfolien erst öffnen, wenn sie Fragen zur Vorlesung richtig beantworten. Die überwiegende Zahl der Studierenden zeigte eine positive Haltung gegenüber dem Konzept der "motivierenden Lernbegleitung" und nutzte dieses lernbegleitende Angebot.

 

 

Verleihung des E|Certificate

Die Ergebnisse wurden als Lehrportfolio mithilfe des E-Portfolios Mahara vorgestellt und waren der letzte Baustein zum Erwerb eines E|Certificate, dem Medienzertifikat des E-Learning Centers. Die Zertifikate wurden den TeilnehmerInnen feierlich während der Studiendekanekonferenz zum Ende des Sommersemesters übergeben. Die Motivation der Lehrenden das Zertifikat zu erwerben lang vor allem in ihrem Interesse, Neues zu erlernen und auszuprobieren. Dass das Engagement in eine Zusatzqualifikation, das Zertifikat, mündet, beschrieb ein Teilnehmer als die „Kirsche auf dem leckeren Kuchen“.

 

Weitere Informationen

Alle bisherigen Lehrportfolios sind auf der Plattform Mahara einsehbar. Die nächste Präsentation findet am 24. Oktober 2017 statt, ab 16 Uhr im Gebäude T, Raum 0.012. Weitere Informationen auf der Seite des E-Learning Centers www.hm.edu/elc

 

 

Gisela Prey/Cathrin Cailliau

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