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Mehr Sicherheit für Großveranstaltungen

Besucherströme lenken, bevor es eng wird: Das Forschungsprojekt S2UCRE versorgt Sicherheitskräfte mit wissenschaftlichem Wissen über Besucherverhalten im Ernstfall
Besucherströme lenken, bevor es eng wird: Das Forschungsprojekt S2UCRE versorgt Sicherheitskräfte mit wissenschaftlichem Wissen über Besucherverhalten im Ernstfall

[30|10|2017]

Für ein Plus an Sicherheit simuliert Prof. Dr. Gerta Köster Besucherverhalten mit Echtzeitdaten im Projekt S2UCRE

 

Drei Minuten in die Zukunft blicken – davon träumen Sicherheitsverantwortliche von Großveranstaltungen. Denn im Ernstfall müssen sie sekundenschnell handeln: den Personenstrom umlenken oder einen Zugang schließen, um lebensbedrohliche Menschenballungen zu verhindern.

 

Simulationen machen es VeranstalterInnen, Sicherheits- und Rettungskräften möglich, vorher besser einzuschätzen, wie sich ihre Maßnahmen auf den Besucherstrom auswirken. Sie machen anschaulich, wie sich die BesucherInnen verhalten und erlauben es, wissenschaftlich fundierte Entscheidungen für den Ernstfall zu treffen.

 

In dem neuen deutsch-französischen Forschungsprojekt S2UCRE , setzen Prof. Dr. Gerta Köster und ihr Team an der Fakultät für Informatik und Mathematik ihre Arbeiten an Simulationen von Besucherverhalten fort.

In dem BMBF-geförderten Projekt sammeln sie gemeinsam mit technischen PartnerInnen, Psychologen und AnwenderInnen Echtzeitdaten über Besucherverhalten, lesen sie ein und erstellen Zukunftsszenarien für die Sicherheitskräfte. Allen zugänglich sind die Szenarien auf dem eigenen open-source Simulator VADERE . Testszenario ist das Hamburger Hafenfest.

 

Die Herausforderungen, die die DoktorandInnen in dem Projekt für die Hochschule München anpacken sind: Die Beschleunigung der Algorithmen für Echtzeitfähigkeit und die Frage, in wie weit Unsicherheiten und Fehler in den Eingabedaten die Prognosen verfälschen.

 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt S2ucre, „Security in Urban Environments: Crowd Monitoring and Prediction“, im Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“ unter dem Thema „Zukünftige Sicherheit in Urbanen Räumen“. Die Förderung läuft drei Jahre.

 

Weitere Informationen: Näheres über die Arbeit von Prof. Dr. Gerta Köster ist zu erfahren in einem Radiointerview auf Bayern 2 .

 

 

Christiane Taddigs-Hirsch

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