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(19/18) Human-Resources-Kooperationen könnten künftig Schlüsselrolle bei Fachkräftelösungen spielen

[13|07|2018]

Bei der Fachtagung "HR live 2018" in der Hochschule München zeigten eine Studie und Best Practices Kooperationswege für den Tourismus auf

 

Gebündeltes Know-how, garantierte Schulungen, weniger Kosten – die Vorteile von Personalverbünden sind vielfältig. „Und werden künftig wichtiger denn je“, betonte Prof. Celine Chang bei der Fachtagung HR live 2018 in München. Die Hochschule München lud im Rahmen des von dem EU-Interreg Österreich-Bayern 2014-2020 Programm geförderten Projekts „Trail for Health Nord“ ca. 70 Personalentscheider aus der Tourismusbranche zum Austausch über kooperativ gedachte Human-Resources-Konzepte ein. Den Aufhänger der Tagung bot eine Fachkräftestudie der Hochschule München. Zahlreiche Vertreter von Hotels, Unternehmensverbünden und Destinationen aus der DACH-Region stellten ihre HR-Konzepte vor.

 

„In Österreich wird so viel für den Tourismus getan, dass sich andere Branchen oft benachteiligt fühlen“, stellt die österreichische Work-for-us-Koordinatorin Karin König-Gassner im Rahmen von „HR live 2018“ fest. „In Deutschland dagegen hat unsere Branche einen viel zu geringen Stellenwert in Politik und Gesellschaft. Wir werden trotz der vielen Beschäftigten nicht wahrgenommen“, beklagte Alexander Aisenbrey, Geschäftsführer des Öschberghofs. Und Linda Wolfermann, HR-Managerin im Das Tegernsee, brachte auf den Punkt, was vielen der rund 70 Tagungsteilnehmer auf der Zunge lag: „Wir sollten gerade bei Fachkräftethemen endlich das Herrschaftswissen beiseite legen und die Zusammenarbeit suchen.“

 

Welche Potenziale über/regionale Kooperationen mit anderen Kollegen, Branchen und der Politik haben, zeigte bereits zu Tagungsbeginn die grenzüberschreitende Fachkräftestudie von Celine Chang im Rahmen des EU-Interreg Österreich-Bayern 2014-2020 Programms geförderten Projekts „Trail for Health Nord“ (Nr. AB40). „Nur 20 % der befragten Tourismusunternehmen in den Projektregionen Abtenau, Bad Reichenhall und Tegernsee haben einen Personalverantwortlichen. Zugleich wünschen sich die Arbeitnehmer vor allem Weiterbildungsangebote, flexible Arbeitszeitmodelle und ausreichende Wohnraumoptionen – Themen, die sich großteils auch in über/regionalen Verbünden lösen lassen“, sagte die Professorin für Human Resources Management (HR) an der Fakultät für Tourismus der Hochschule München. Christian Kausch, Geschäftsführer des Projektpartners Tegernseer Tal Tourismus GmbH, informierte über eine neue Karriereseite für Tourismusfachkräfte, die über Job-, Wohn- oder Freizeitmöglichkeiten in der Region informiert. „Wir wollen auch einen saisonalen Fachkräfteaustausch mit anderen Regionen, Schulungen und einen Know-How-Austausch organisieren“, erklärte er.

 

Mit Work for us präsentierte die zuständige Koordinatorin Karin König-Gassner einen regionalen Verbund von 27 Tourismusunternehmen, der 2008 noch mithilfe von Fördergeldern gegründet wurde, sich aber heute durch die Unternehmen selbst finanziert. „Wichtig ist, dass es einen übergeordneten, neutralen Koordinator gibt“, berichtete Karin König-Gassner, und Carina Lechner, Direktorin des Mitgliedsbetriebs Saalbacher Hof, ergänzte: „Der größte Vorteil für uns ist, dass uns jemand in allen HR-Fragen stets antreibt.“ In ihrem Impulsvortrag stellte sie später dar, wie das Hotel die Mitarbeiter mit einem Glückskonzept zu Königen im Haus gemacht hat.

 

In den weiteren Impulsvorträgen ging es u. a. um das Schweizer Projekt „Mitarbeiter-Sharing“ unter dem Dach der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur. Die Projektleiterin Brigitte Küng und etliche Hotel- und Gastronomiebetriebe haben hier das alte Thema Mitarbeiteraustausch digital neu erfunden, im August startet eine weiterentwickelte Version. Alexander Aisenbrey berichtete über die Erfolge der Verbundinitiative Fair Job Hotels, die das Branchenimage mit Anzeigen- und Kino-Spots verbessern will und gerade unter den Mitgliedern den „FAIRtrauensmann/-frau“ initiiert hat. Zudem stellte das Platzl Hotel sein strategisches Mitarbeiterkonzept vor, das vor allem auf ein starkes Employer Branding mit Partnern setzt. In drei Workshops erarbeiteten die Tagungsteilnehmer schließlich zielgruppenspezifische Image-Kampagnen, diskutierten Vermarktungswege von Regionen als Arbeits- und Lebensraum und Möglichkeiten, einen Fachkräfteaustausch zwischen Regionen zu gestalten.

 

Die Veranstaltung wurde vom EU-Interreg Österreich-Bayern 2014-2020 Projekt „Trail for Health Nord“ (Projekt Nr. AB40) gefördert. Die Organisation und Konzeption oblag dem Hochschulstudienteam Celine Chang und Katrin Eberhardt, dem HR-Experten Agostino Cisco, der Journalistin Sylvie Konzack und dem Digitalexperten Finian Carey.

 

Bilder versenden wir gern auf Nachfrage. Beleg erbeten.

 

Kontakt: Hochschule München, Fakultät für Tourismus:

 

Katrin Rica Eberhardt, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Schachenmeierstraße 35, 80636 München, Fon + 49 (0) 89 1265 2156,

 

Prof. Dr. Celine Chang, Human Resources Management,

Schachenmeierstraße 35, 80636 München

Fon + 49 (0) 89 1265 2159,

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