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(12/18) Das "mediaI culture I lab" für "Soziale Arbeit" der Hochschule München: Was es will, was es kann.

[12|06|2018]

Das Computerspiel "Fortnite", bei 125 Millionen Spielenden der Renner, in seiner Altersfreigabe aber noch in Diskussion. E-Sport, vor kurzem noch etwas für Nerds, heute ein ernst zu nehmender Berufswunsch. Wer später Sozialarbeit im Bereich Medien macht, muss deren Wirkungen aus eigener Erfahrung kennen. Im Medienlabor der Hochschule München lernen, forschen und experimentieren Studierende der "Sozialen Arbeit" unter anderem mit Computerspielen. Auch interessierte MüncherInnen können an Angeboten im Medialab teilhaben.

 

Medienerfahrungen sind inzwischen fester Bestandteil der Lebenswelt aller. Das macht sie auch zum Thema im Berufsfeld „Soziale Arbeit“: Soziale Netzwerke als Chancen für Senioren oder Ort des Cybermobbings, Computerspiele als Suchtfaktor oder kreative Spielwiese für Jugendprojekte. So unterschiedlich wie die Zielgruppen „Sozialer Arbeit“ sind auch deren Medienerfahrungen. Um entscheiden zu können, ob etwa Computerspielen noch harmloses Freizeitvergnügen oder schon Sucht ist, reichen Vorlesungen nicht aus. Im Medienlabor der Hochschule München können Studierende deshalb Praxiserfahrungen machen und damit die Lebenswelt ihrer späteren Klienten besser kennenlernen.

 

Das Medienlabor „media I culture I lab“: Digitale Medien kennenlernen und nutzen

Bereits seit 2010 existierten an der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München mehrere Labore für Studierende und andere Forschende. Unter der Leitung von Prof. Dr. Angelika Beranek, Professorin für Medienpädagogik an der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften, bietet das "media I culture I lab" jetzt alle Anwendungen unter einem Dach. Dort lassen sich Film und Foto, Computerspiele sowie VR- und AR-Anwendungen ausprobieren: für eigene Medienerfahrungen und -produktionen, zum digitalen Lernen und, um Projekte zur kulturellen Bildung zu initiieren.

„Im „media I culture I lab“ können wir die ganze Bandbreite an medienpädagogischen Themen praktisch bearbeiten. Viele unserer Studierenden nutzen zwar privat digitale Medien, haben aber keine Vorstellung von den pädagogischen Einsatzmöglichkeiten. Durch unsere enge Vernetzung mit der medienpädagogischen Forschung und Praxis in München, können wir einige Angebote auch für die Allgemeinheit öffnen. Nicht nur im Rahmen des Medienherbstes gibt es bei uns Projektmöglichkeiten. Wer passende Ideen hat, darf sich gerne an uns wenden“, sagt Beranek zum Angebot des Medienlabors.

 

Medienerfahrungen: lernen, forschen und experimentieren

Im Computerspiele-Lab, das Dominik Hanakam betreut, testen Studierende Spiele wie „Fortnite“, erstellen aber auch eigene Spiele. Sie entwickeln Spielideen, lernen diese mit einfachen Mitteln umzusetzen und sie dann in der Kinder- und Jugendarbeit oder Erwachsenenbildung einzusetzen. Auch E-Sport spielt für die Studierenden eine immer größere Rolle. Mit der Anerkennung als Sport eröffnen sich neue Arbeitsfelder für Sozialarbeiter. Wie geht man mit dem Berufswunsch E-Sportler um? Wie muss Fanbetreuung funktionieren? Wie ist die Begeisterung für pädagogische Zwecke zu nutzen?

 

Die Anwendungsfelder für die Medienerfahrungen der Studierenden in ihrer späteren Berufstätigkeit sind breit: Ob in der Medienerziehung von Kleinkindern, bei Medien als Problem- und Bildungsfeldern von Jugendlichen, in der Förderung der Teilhalbe an der digitalen Welt für alle Altersgruppen oder der Forschung zu Phänomenen wie Cybermobbing – für all diese Bereiche ist Praxiserfahrung Gold wert.

 

Das Medienlabor: Ein Angebot für München

Über die Stiftung „Digitale Spielkultur“ und das Netzwerk "Musenkuss" steht das Medienlabor der Hochschule München auch interessierten Müncherinnen und Münchnern offen. Matthias Grüneisel betreut die kulturellen Bildungsprojekte und unterstützt bei der Realisation eigener Medienprojekte.

 

Gerne vermitteln wir ein Interview mit Prof. Dr. Angelika Beranek oder einen Besuch des „media I culture I lab“. Pressefotos auf Anfrage.

 

Kontakt: Christiane Taddigs-Hirsch T 089 1265-1911 oder .

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