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(29/18) Akademisierung der Pflege: Zehn Jahre dualer Bachelor Pflege bahnt Weg für engere Zusammenarbeit der HM mit dem kbo Isar-Amper-Klinikum

Treiben Akademisierung der Pflege voran (v.l.n.r.): Prof. Dr. Christine Boldt, Dekanin der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der HM, Prof. Dr. Martin Leitner, Präsident der Hochschule München, und Franz Podechtl, Geschäftsführer des kbo Isar-Amper-Klinikums (Foto: Lena Schmidbauer/HM)
Treiben Akademisierung der Pflege voran (v.l.n.r.): Prof. Dr. Christine Boldt, Dekanin der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der HM, Prof. Dr. Martin Leitner, Präsident der Hochschule München, und Franz Podechtl, Geschäftsführer des kbo Isar-Amper-Klinikums (Foto: Lena Schmidbauer/HM)

[26|10|2018]

Die Hochschule München und das kbo Isar-Amper-Klinikum beabsichtigt nach erfolgreicher Gestaltung des dualen Bachelors Pflege und anderen Studienangeboten künftig eine engere Zusammenarbeit in Pflegeausbildung und -wissenschaft.

 

„Kein Mensch bezweifelt das rechtmäßige Nebeneinander von Maurer und Architekt – beide braucht es, um ein Haus zu bauen. Ähnlich wie der Architekt die tragende Wand an der richtigen Stelle plant, weiß die akademische Pflegefachperson, wann bei wem welche Intervention wirksam sein kann“, sagt Prof. Dr. rer. medic. Astrid Herold-Majumdar, Studiengangsleiterin des dualen Bachelors Pflege der Hochschule München (HM) zur Akademisierung der Pflege. In anderen europäischen Ländern längst selbstverständlich, steckt diese in Deutschland – trotz des Pflegeberufereformgesetzes von 2017 mit Ziellinie 2020 – noch in den Kinderschuhen.

 

Berufspraxis und Hochschulstudium in einem: Erfolgsgeschichte dualer Bachelor Pflege

Mit eine Vorreiterin auf dem Weg zur Aufwertung von Pflege als „wissenschaftliche Disziplin und Profession“ (Herold-Majumdar) war die Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der HM. 2008 bot sie erstmals den dualen Bachelor Pflege an – in Kooperation mit Partnern wie unter anderem dem kbo Isar-Amper-Klinikum München.

 

Neben dem staatlich anerkannten Berufsabschluss als Gesundheits- und (Kinder)KrankenpflegerIn mit drei Jahren Pflegepraxis haben die Absolventen seitdem auch einen Bachelor in der Tasche. Im Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) 2018 erreichten diese Studiengänge der HM in zwei Punkten die Spitzengruppe: Studierende gaben dem dualen Bachelor Pflege – und dem Masterstudiengang „Master Advanced Nursing Practice“ – in den Bereichen „Unterstützung am Studienanfang“ und „Kontakt zur Berufspraxis“ Bestnoten.

 

Dabei ist für Absolventen wie Isabella Thordsen die Anerkennung ihrer Qualifikation immer noch eine Herausforderung: „Die Hochschule hat mich nicht nur kritisches und reflektiertes Denken gelehrt, sondern mich auch darin bestärkt, dass wir in der Pflege etwas bewegen können, dass wir es sind, die den Kulturwandel hin zur Akademisierung vorantreiben müssen.“ Denn das akademische Ausbildungsniveau spiegelt sich bisher noch zu selten im Verantwortungsbereich oder der Vergütung der Absolventen wider.

 

Ziel: Hochschule München und kbo Isar-Amper-Klinikum wollen enger zusammenarbeiten

Neben der Zusammenarbeit für den dualen Bachelor Pflege kooperierten die Hochschule München und das kbo Isar-Amper-Klinikum auch für die Weiterbildungsangebote „Master Mental Health“, „Master Advanced Nursing Practice“ und den „Master Psychotherapie im Bereich Pflege- und Gesundheitswissenschaften“.

 

Künftig wollen die Partner ihre erfolgreiche Zusammenarbeit in einem breiten Paket an Maßnahmen und Feldern vertiefen: In einem Memorandum of Understanding (MoU) bekundeten die Hochschule München und das kbo Isar-Amper-Klinikum jetzt ihre Absicht, im Bereich Lehre, Qualifizierung, Forschung und Entwicklung sowie Innovation und Transfer im Bereich Pflege zusammenzuarbeiten. Das MoU unterzeichneten am 25. Oktober 2018 Prof. Dr. Martin Leitner, Präsident der Hochschule München (HM), sowie Franz Podechtl, Geschäftsführer des kbo Isar-Amper-Klinikums, auf dem Campus Pasing.

 

Ziele sind konkret die Weiterentwicklung grundständiger, postgradualer und weiterbildender Qualifizierungsmaßnahmen, die Stärkung angewandter pflege- und gesundheitswissenschaftlicher Forschung, Wissenstransfer und Innovation.

 

Gerne vermitteln wir Ihnen einen Interviewtermin mit Prof. Dr. Astrid Herold-Majumdar und AbsolventInnen des Studiengangs.

 

Bildmaterial

 

Kontakt: Christiane Taddigs-Hirsch, T 089 1265-1911 und

 

Weitere Informationen: Der seit zehn Jahren erfolgreiche duale Bachelor Pflege feierte sein Jubiläum mit einer Veranstaltung am 25. Oktober 2018 am Campus Pasing.

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