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Design-Fakultät erhält einen "Maßanzug"

So schön ist das neue Design-Gebäude von außen (Foto: Johanna Weber)
So schön ist das neue Design-Gebäude von außen (Foto: Johanna Weber)

[08|02|2019]

Vom historischen Zeughaus zum HM-Standort

 

Ab sofort bietet die Lothstraße 17, schräg gegenüber dem "Roten Würfel", 485 Studierenden, 15 ProfessorInnen und etwa 30 Lehrbeauftragten der Fakultät für Design ein neues Zuhause, genannt der X-Bau. Den Einzug feierten Anfang Februar rund 220 Gäste, unter ihnen der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, der Baudirektor des Staatlichen Bauamts München Daniel Dörr und Hanns Ziegler vom ausführenden Architekturbüro "Staab Architekten". Wie besonders die Atmosphäre im denkmalgeschützten Altbau nach dessen Umgestaltung ist, beschrieb Prof. Dr. Martin Leitner, Präsident der Hochschule München, in seiner Begrüßungsrede: "Wenn man das Gebäude betritt, fängt man an, sich umzuschauen, zu horchen, zu spüren. So, als erwarte man mehr, als man sehen kann. Man tritt ein wie in eine Burg oder in eine Kirche."

 

Bayerns schönste Baustelle

Das stattliche Gebäude aus rotem Backstein mit Türmchen, hohen Bogenfenstern und historischen Rosetten diente der bayerischen Armee bis 1906 als Verwaltungsgebäude und Waffenlager. Bereits seit seinem Bau beherbergten die Räume auch ein Militärmuseum, später Forschungs- und Lehrsäle der Technischen Universität München und der Hochschule München. Die Planungs- und Renovierungsarbeiten für den neuen Hochschule-Standort dauerten zehn Jahre – schon während dieser Zeit entfaltete der X-Bau seine kreative Aura für Studierende und Alumni, die "die schönste Baustelle Bayerns", wie Barbara Schneider vom Staatlichen Bauamt München sie nannte, in der Fotodokumentation L17 festhielten. Nachdem die Fachrichtungen Foto-, Industrie-, und Kommunikationsdesign seit ihrem Bestehen an verschiedenen Standorten untergebracht waren, sind sie nun nach 100 Jahren erstmals an einem Ort vereint.

 

Die Fotodokumentation über die Umgestaltung des X-Baus hängt zur Eröffnung im Pavillon aus (Foto: Lena Isabel Schmidbauer)
Die Fotodokumentation über die Umgestaltung des X-Baus hängt zur Eröffnung im Pavillon aus (Foto: Lena Isabel Schmidbauer)

Raum für Kreativität

Mit bis zu sechs Meter hohen Decken, Holzboden und rohem Aluminium trifft im neuen Gebäude Altbaucharme auf minimalistische, funktionale Modernität. Fast alles ist in hellen Tönen gehalten mit – noch – kahlen Wänden. Das wird sich aber mit Einzug der Studierenden schnell ändern. Die Idee ist, ein kreatives Zentrum für alle Angehörigen der Fakultät zu schaffen, sagte Staatsminister Sibler während des Eröffnungs-Festakts: "Im ehemaligen Zeughaus findet die Fakultät für Design moderne Räumlichkeiten für all ihre Studentinnen und Studenten sowie Dozentinnen und Dozenten. Dieses historische Denkmal ist nun Zukunftswerkstatt! Hier können unsere jungen Menschen ihre Kreativität sehr gut entfalten und ihren Ideen freien Lauf lassen. Denn wir wollen im Freistaat in allen Bereichen Querdenker und Zukunftsgestalter!"

 

Design-Mittelpunkt Bayerns

Was dem alten Zeughaus vormals fehlte – ein Raum, der von allen Flügeln aus zugänglich ist – gestaltete das Architekten-Projektteam mit einem Erweiterungsbau. Der vollverglaste Pavillon im Innenhof verbindet nun Hörsäle, Werkstätten, Studios, Ateliers und Labore miteinander und dient als Ausstellungs- und Arbeitsraum. Gemeinsam mit dem neuen Kreativquartier Münchens, das sich bis zum Leonrodplatz erstrecken wird, soll der X-Bau künftig das bayerische Zentrum für Design bilden.

 

Weitere Informationen: Zur Eröffnung ist eine Publikation über die Baugeschichte des Hauses erschienen. Informationen zu den Bachelor- und Masterstudiengängen Design und Advanced Design sind auf der Internetseite der Fakultät für Design zu finden.

 

 

Lea Knobloch

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