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Karrieretipps vor dem Kamin

Bei einem flackernden Kaminfeuer und angenehmer Atmosphäre beim TalentE³-Abend mit Geschäftsführer Dr. Christian Braun (Foto: Hochschule München)
Bei einem flackernden Kaminfeuer und angenehmer Atmosphäre beim TalentE³-Abend mit Geschäftsführer Dr. Christian Braun (Foto: Hochschule München)

[27|02|2019]

MAURER-Geschäftsführer Dr. Christian Braun gab den TalentE³-Studierenden Einblicke in seine Laufbahn

 

Ein kalter Mittwochabend in München, die Stadt ist in Weiß gehüllt. Passend dazu haben sich zwölf Studierende des Begabtenförderungsprogramms TalentE³ vor dem (digitalen) Kaminfeuer in der Fakultät für Tourismus eingefunden, um mehr über den von unternehmerischem Denken und Handeln geprägten Karriereweg von Dr. Christian Braun zu erfahren. Braun absolvierte ein Bauingenieurstudium in Innsbruck und promovierte. Seit 1987 ist er bei dem Stahl- und Maschinenbauspezialisten MAURER SE tätig und seit 2002 Geschäftsführer des Weltmarktführers mit Sitz in München. "Ein Werdegang, den ich so niemals vorhergesehen hätte", verrät Braun.

 

Bewegte Firmengeschichte

Die Unternehmensgeschichte, die 1876 mit Metalldruck begann, war geprägt von sich ständig ändernden Anforderungen und Rahmenbedingungen, unter denen es galt, wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies gelang beispielsweise durch die Entwicklung des eigenen Baumaterials "MSM" (Maurer Sliding Material).

 

Heute agiert die Firma unter dem Slogan "Forces in Motion" in den Geschäftsbereichen Stahl- und Anlagenbau, Bauwerkschutzsysteme, Riesenräder und Achterbahnen. Projekte des Unternehmens waren unter anderem das Dach der Münchner Allianz Arena, die Stahlkonstruktion der BMW-Welt und die erste Wilde Maus aus Metall. Erdbebenschutz gehört ebenfalls zu seinen Aufgaben. Mithilfe von drei mit Flüssigkeit gefüllten Behältern demonstrierte Braun an dem Abend, wie die Erdbeben-Isolatoren des Unternehmens Erschütterungen abschwächen.

 

Gebannt betrachten die Talente die Erdbebensimulation (Foto: Hochschule München)
Gebannt betrachten die Talente die Erdbebensimulation (Foto: Hochschule München)

Karriere ohne Ellbogenmentalität

Die Fragen der Studierenden im Anschluss beantwortete Braun sehr offen. Dass seine Arbeit ihm große Freude bereitet und nicht nur lästige Pflicht ist, ist zu jeder Zeit spürbar. Dem Ingenieur in sich ist er immer treu geblieben, weshalb er so viel Zeit wie möglich in technische Projekte investiert. Das Verhältnis zu seinen MitarbeiterInnen basiert auf Vertrauen, er ist ein Verfechter der "langen Leine". Seine Arbeitszeit habe er aufgehört zu stempeln, als er 15.000 Überstunden erreichte, so Braun. Auf die Frage, was er im Nachhinein bereut, antwortet er, dass er nicht nochmal so weit weg von seinem Arbeitsplatz ziehen würde, weil er dadurch jeden Tag zwei Stunden im Auto sitzt. Sein Tipp für Erfolg ist unter anderem: Auch mal die langfristigen Projekte übernehmen und nicht immer den Weg des geringsten Widerstands gehen.

 

Dr. Christian Braun war den Studierenden ein gutes Beispiel dafür, dass man auch erfolgreich sein kann, indem man eine Arbeit findet, mit der man sich identifiziert, ohne mit Ellbogenmentalität den schnellen Aufstieg zu forcieren.

 

 

Nora Nesbeda

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