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Nachhaltige Wege studieren: "ZukunftGestalten@HM" zeigt die Richtung

Eine Studierendengruppe möchte den Roten Würfel in einen CO2-neutralen Vorlesungssaal transformieren (Foto: Johanna Weber)
Eine Studierendengruppe möchte den Roten Würfel in einen CO2-neutralen Vorlesungssaal transformieren (Foto: Johanna Weber)

[05|07|2019]

Neun Lösungskonzepte zu dem Thema "Intelligent nachhaltig studieren"

 

Nachhaltigkeit daheim oder beim Einkauf ist längst nichts Neues mehr. Doch wie lässt sich Studieren und Nachhaltigkeit miteinander vereinbaren? Neun Teams mit Teilnehmenden aus acht Fakultäten entwickelten innerhalb eines Semesters Konzepte rund um das Thema Nachhaltigkeit. Fachliche Unterstützung erhielten sie von HM-internen und -externen Praxispartnern sowie ProfessorInnen als Coaches.

 

Der Guide 'Plan A – mit kleinem Budget nachhaltig etwas erreichen' zeigt, wie nachhaltiger Konsum auch mit kleinem Geldbeutel gelingt (Foto: Johanna Weber)
Der Guide 'Plan A – mit kleinem Budget nachhaltig etwas erreichen' zeigt, wie nachhaltiger Konsum auch mit kleinem Geldbeutel gelingt (Foto: Johanna Weber)

"Plan A" für ein nachhaltiges Studierendenleben

Studierende, die wenig Geld haben, können trotzdem einen Beitrag für eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen leisten. In ihrem Guide "Plan A – mit kleinem Budget nachhaltig etwas erreichen" räumt das Projektteam mit dem Glauben auf, ein nachhaltiger Lebensstil sei nur etwas für den großen Geldbeutel.

 

Themen, für die sie Handlungsalternativen anbieten, sind etwa Ernährung, Mobilität, Fashion, Wohnen, Reisen oder Pflege und Kosmetik. Bewertet werden die Handlungsalternativen nach Budget- und Nachhaltigkeitsaspekt – App-Tipps und ein Saisonkalender für Obst und Gemüse inklusive. "Das Projekt war ein voller Erfolg. Es haben sich bereits Vereine, Unternehmen und Verbände gemeldet, die Interesse an dem Nachhaltigkeits-Guide haben", sagt die Praxispartnerin und Nachhaltigkeits-Unternehmerin Magdalena Muttenthaler. Für Interessierte soll der Guide in Kürze per PDF oder als Broschüre zur Verfügung stehen.

 

Ein Hörsaal ohne CO2-Fußabdruck

Neben den Nachhaltigkeitsaspekten, die unmittelbar das eigene Handeln und Leben betreffen, entwickelten die Studierenden auch Konzepte, die sich mit der Hochschule im Ganzen beschäftigen. Zusammen mit VertreterInnen des Staatlichen Bauamts München hat es sich eine Studierendengruppe zur Aufgabe gemacht, den Roten Würfel – das Markenzeichen der Hochschule München – in einen CO2-neutralen Vorlesungssaal zu transformieren. Neben einer eigenen Energieerzeugung durch Photovoltaik-Anlagen ist ein modernes Belüftungskonzept, ein verbessertes Beleuchtungskonzept sowie ein intelligentes Klimakonzept angedacht. Dabei handelt es sich nicht um Zukunftsmusik. Gerade Belüftung und Klima des Hörsaals werden bereits jetzt von verschiedenen Systemen reguliert. Im Rahmen eines weiteren Studienprojekts oder einer Bachelorarbeit könnten die Konzepte in die Realität umgesetzt werden. Die notwendige Steuerung dafür ist bereits vorhanden, nur ist sie noch nicht nachhaltig genug.

 

Die Praxisorientierung der Aufgaben kommt bei den Studierenden gut an: "Das Projekt war nicht nur eine Theoriesache, sondern man hatte ein konkretes Bezugsobjekt. Dabei hat man die Aussicht, dass etwas davon umgesetzt wird und man nicht nur etwas für die Prüfungen gelernt hat", sagt Philipp Sonntag, Student der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen.

 

Ein Studierendenteam präsentierte ihr Konzept einer Mensa der Zukunft: Hier soll Essen holen zum Erlebnis werden (Foto: Johanna Weber)
Ein Studierendenteam präsentierte ihr Konzept einer Mensa der Zukunft: Hier soll Essen holen zum Erlebnis werden (Foto: Johanna Weber)

In der Mensa essen: umweltbewusst

Das Mittagessen in den Mensen der Hochschule gehört für viele Studierende zum Alltag. Doch wie nachhaltig leben, wenn Mensen Überschuss produzieren und Cafeterias Einwegkaffeebecher und Brotverpackungen aus Plastik nutzen? Zusammen mit dem Studentenwerk München entwickelte ein Studierendenteam ein komplettes Nachhaltigkeitskonzept: ein saisonales und zertifiziertes Essensangebot, eine Mensa-App, bis hin zu einer besseren Kommunikation der bestehenden Mensa-Angebote. Dabei werden Maßnahmen vorgeschlagen wie beispielsweise das tägliche Angebot eines Gerichts, das alle Nachhaltigkeitskriterien beinhaltet. Ein Treuepunktsystem in der App soll die Studierenden animieren, sich für dieses Gericht zu entscheiden – damit mit Mensaessen ein weiterer großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gelingt.

 

 

Leonie Hudelmaier

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