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Ein Vorbild für alle

Omer Shallar (zw.v.r.) bei der DAAD-Preisübergabe mit Prof. Dr. Thomas Stumpp, Daniela Becht von der Studienberatung und Joachim Zuber, Hochschulpfarrer bei der EHG (Foto: Hochschule München)
Omer Shallar (zw.v.r.) bei der DAAD-Preisübergabe mit Prof. Dr. Thomas Stumpp, Daniela Becht von der Studienberatung und Joachim Zuber, Hochschulpfarrer bei der EHG (Foto: Hochschule München)

[14|11|2019]

Maschinenbaustudent Omer Shallar erhält den DAAD-Preis für besondere Leistungen und Engagement

 

Der DAAD-Preis wird einmal im Jahr an ausländische Studierende vergeben, die sowohl im akademischen Bereich Hervorragendes geleistet, als auch ein außergewöhnliches Engagement im interkulturellen oder hochschulinternen Bereich gezeigt haben. So wie Omer Shallar, der Maschinenbau im dritten Semester studiert und gebürtig aus Damaskus in Syrien kommt.

 

Neben seinem Studium arbeitet Shallar in der Fahrradreparaturwerkstatt der Evangelischen Hochschulgemeinde (EHG), hilft bei der Kleiderausgabe der Arbeiterwohlfahrt und fungiert noch für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als Übersetzer bei Gericht.

 

Prof. Dr. Thomas Stumpp, Vizepräsident für Wirtschaft, übergab Omer Shallar den mit 1.000 Euro dotierten DAAD-Preis: „Uns hat beeindruckt, wie er trotz schwieriger persönlicher Umstände sein Studium und sein Leben gemeistert und nicht aufgegeben hat, doch noch seinen Weg zu gehen. Damit ist er wirklich ein Vorbild, nicht nur für unsere ausländischen Studierenden, sondern ebenso für alle anderen.“

 

HM: Warum haben Sie sich für diesen Studiengang an der HM entschieden?

Omer Shallar: In Syrien war ich als Anästhesist tätig und wollte auch in Deutschland gerne Medizin studieren. Leider war dies trotz meines Abiturschnitts von 1,3 nicht möglich. Da Technik mich ebenfalls schon immer interessiert hat und sich mit Maschinenbau später vielleicht in den Medizintechnik-Bereich einsteigen lässt, wollte ich damit beginnen. Außerdem hat mich motiviert, dass die Ingenieurstechnik Deutschland nach dem 2. Weltkrieg geholfen hat, es wieder aufzubauen. Ich hoffe, dass ich, wenn es die Lage in Syrien zulässt, irgendwann auch meinem Land beim Wiederaufbau helfen kann.

 

Was motiviert Sie, sich ehrenamtlich zu engagieren?

Meine Mutter hat mich so erzogen, immer anderen zu helfen, das wollte ich auch hier in Deutschland tun. Ich kam zufällig in die Klawotte, das Kleiderausgabeprojekt der AWO, und habe gesehen, wie die Leute dort miteinander umgehen. Die positive Energie hat mir gefallen. Ich fragte spontan, ob ich mithelfen kann und wurde sofort mit offenen Armen aufgenommen.

 

Was gefällt Ihnen am besten an München als Studienort?

München ist eine vielfältige Großstadt, aber nicht zu groß, man kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut überall hinkommen. Außerdem gefallen mir die vielen Parks – und die Hochschule München ist hier!

 

Wie vereinbaren Sie ihr Engagement mit dem Studium?

Wichtig ist, flexibel sein zu können. Wenn Prüfungen sind, mache ich weniger und wenn ich mehr freie Zeit habe, kann ich öfter hingehen. Man muss sich gut organisieren und planen, dann kommt das Studium nicht zu kurz.

 

Wie werden Sie das Preisgeld investieren?

Davon kann ich zwei Monate lang meine Miete zahlen, so kann ich jetzt ein bisschen weniger arbeiten und mich in diesem Semester noch besser auf die Prüfungen konzentrieren. Das hilft mir sehr.

 

 

Daniela Becht/Mirja Fürst

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