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(06/20) Verpackungsspezialisten leisten Beitrag zur Nachhaltigkeit

Marius Franz, Student des Studiengangs Verpackungstechnik und Nachhaltigkeit an der Hochschule München, brennt für sein Fach (Foto: Johannes Lesser)
Marius Franz, Student des Studiengangs Verpackungstechnik und Nachhaltigkeit an der Hochschule München, brennt für sein Fach (Foto: Johannes Lesser)

[18|02|2020]

Bei Verpackungsexperten steht der Nachhaltigkeitsgedanke heute im Mittelpunkt – in der Praxis, aber auch bereits im Studium an der Hochschule München. Die Reduktion von Verpackungen ist eine Priorität. Oft sind es aber erst moderne Verpackungen, die beim Transport Produkte schützen und damit Ressourcen schonen.

 

Verpackungen sind ein Baustein zum Schutz von Ressourcen. Sie machen Lebensmittel länger haltbar und schützen Produkte vor Beschädigung. Der Gesetzgeber gibt klare Richtlinien vor. Prof. Dr. Sven Sängerlaub von der Hochschule München, Professor im Studiengang Verpackungstechnologie und Nachhaltigkeit, erklärt, dass bei den meisten Produkten die Verpackung in punkto Energie- und Rohstoffverbrauch den kleinsten Teil ausmacht: „Für die verpackten Güter werden in der Regel zehn bis fünfzig Mal so viele Ressourcen aufgewendet, wie für die Verpackung selbst. Bei Lebensmitteln sind es vor allem Fleisch- und Molkereiprodukte, für die sehr viele Ressourcen aufgewendet worden sind und die zugleich sehr hohe Anforderungen hinsichtlich Hygiene und damit der Verpackung haben“, sagt Sängerlaub. „Firmen und Kunden müssen heute erst akzeptieren, dass eine nachhaltige Verpackung etwas mehr kostet. Jene müssen auch zusätzliche Anforderungen erfüllen wie die Maschinengängigkeit bei der Herstellung, optische Attraktivität und Handhabbarkeit.“

 

Recyceln, wiederverwenden, kompostieren

Die Branche verwende laut Sängerlaub heute sehr viel Know-how darauf, Verpackungen zu entwickeln, die recyclinggerecht sind, aus regenerativen Ressourcen bestehen oder biologisch abbaubar sind, aber das Produkt trotzdem optimal schützen. Im Studiengang Verpackungstechnik und Nachhaltigkeit wird im Labor eine Reihe von nachwachsenden Rohstoffen auf ihre Alltagstauglichkeit überprüft. „Plastikfreie und plastikreduzierte Verpackungen sind ein wachsender Trend. Die Forschung konzentriert sich neben dem Thema Recycelbarkeit momentan stark auf nachwachsende Rohstoffe. Von algenbasierten Kunststoffen bis hin zu durchsichtigen Folien aus Hanf oder Pappe aus Gras, sind viele biobasierte Verpackungen echte Alternativen zu Plastik aus fossilen Rohstoffen. Während in Deutschland eher Wert auf gute Recyclingfähigkeit gelegt wird, ist im Ausland eher Material mit guter Kompostierfähigkeit gefragt.“

 

Gute Job-Aussichten in der Verpackungsbranche

Verantwortlich dafür, dass eine Lebensmittelverpackung allen nötigen gesetzlichen und produkttechnischen Anforderungen entspricht und umweltverträglich ist, sind Verpackungsexperten. Marius Franz, Student im Fach Verpackungstechnologie und Nachhaltigkeit im 7. Semester, erklärt was ihm am Studium gefällt: „Mich begeistert die Vielseitigkeit des Studiums. Im Team lassen sich fast immer Verbesserungen für Verpackungen finden, sei es im Sinne der Nachhaltigkeit oder der Handhabung. Alles ist sehr praxisnah, wir haben immer einen direkten Bezug zu Material und Produkt.“ Die Anforderungen an Verpackungsspezialisten sind gestiegen, aber in einer deutschland- und weltweit wachsenden Verpackungsbranche haben Absolventen hervorragende Berufsaussichten.

 

Gerne vermitteln wir einen Interviewtermin mit Prof. Dr. Sven Sängerlaub oder mit Marius Franz.

 

Kontakt: Ralf Kastner unter T 089 1265-1922 oder .

 

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