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Mit 3D-Druck gegen Corona

Eines der gedruckten Gesichtsschilde (Foto: c.lab)
Eines der gedruckten Gesichtsschilde (Foto: c.lab)

[28|04|2020]

Das c.lab und media | culture | lab der Hochschule München drucken Präventivausrüstung

 

Was vor der Corona-Krise in Deutschland undenkbar war: Schutzausrüstung ist knappes Gut. Aus diesem Grund haben das creative lab, kurz c.lab, und das media | culture | lab der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften entschieden, zu helfen: Mit dem 3D-Druck von Gesichtsschilden und Masken.

 

3D-Druck im c.lab

Das c.lab ist eine offene Werkstatt für Studierende der HM. Dort stehen insgesamt acht 3D-Drucker, die in regulären Semestern den Studierenden für kreative Projekte zur Verfügung stehen. Als das fünfköpfige Team aus studentischen Hilfskräften und Organisationsmitgliedern über die Hochschule Landshut erfuhr, dass beim Zivilschutz Landshut Bedarf an 2.000 Gesichtsschilden bestand, schmiss es die 3D-Drucker an. Die gefertigten Einzelteile werden der Maker vs.Virus Community übergeben, welche die Verteilung und Logistik in ganz Deutschland koordiniert. Menschen und Organisationen, welche Ausrüstung oder Einzelteile benötigen, sowie Maker können sich an diese wenden. Auf diesem Weg konnte das c.lab bereits 60 Gesichtsschilde für die Bayerische Landesschule sowie weitere 200 Einzelteile zur Verteilung durch die Community bereitstellen.

 

Dieses Teil sorgt für eine Druckentlastung beim Tragen der Gesichtsschilde (Foto: c.lab)
Dieses Teil sorgt für eine Druckentlastung beim Tragen der Gesichtsschilde (Foto: c.lab)

Neben der Produktion konstruierte das Team ein Druckteil, welches den Zug der Gummibänder besser auf den Hinterkopf verteilt, wodurch auch ein langes Tragen der Gesichtsschilde nicht unangenehm wird. Derzeit erfolgt die Umstellung auf die Fertigung von Masken mit wechselbaren Tüchern, um den Einsatz von Einwegmasken zu minimieren. Hierzu soll in der kommenden Woche eine Anlage entstehen, welche vollautomatisch Wechseltücher produziert.

 

Aktuell arbeitet das c.lab-Team sieben Tage pro Woche zu je drei Personen von 8:00 bis 18:00 Uhr. Als Grundlage für die Produktion der Gesichtsschilde diente eine Vorlage des 3D-Drucker-Herstellers Prusa3D, welcher diese als Open-Source-Datei zur Verfügung stellt. Die Zusammenarbeit der Maker vs. Virus Community läuft sehr gut. Dennoch würde sich das c.lab-Team über Hinweise von Organisationen freuen, welche noch Bedarf an Gesichtsschilden oder Masken haben. Kontakt zum c-lab kann unter dieser aufgenommen werden.

 

Maskenvorlagen für den Druck und das 3D-gedruckte Ergebnis (Foto: Angelika Beranek)
Maskenvorlagen für den Druck und das 3D-gedruckte Ergebnis (Foto: Angelika Beranek)

3D-Druck zu Hause

Im media | culture | lab können Studierende sich unter normalen Studienumständen zu medialen Inhalten schulen, um sich auf die Berufspraxis von SozialwissenschaftlerInnen vorzubereiten. Geleitet wird das Labor von Prof. Dr. Angelika Beranek. Der 3D-Drucker des Labors steht derzeit bei ihr zu Hause. Von dort aus druckt sie Masken mithilfe von Vorlagen von der Open Source Mask Platform und organisiert die Maskenaktion, ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Maker vs. Virus Community, in München vertreten durch Andreas Kopp vom Erfindergarten. Um deren Aktivitäten bekannter zu machen, hat HM-Mitarbeiter Maximilian Götterd im Homeoffice einen Flyer für München erstellt. „So kann die Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften in der Corona-Krise hoffentlich zumindest einen kleinen Beitrag leisten“, erklärt Beranek.

 

 

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