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Basalt statt Stahl

Kernbohrung in einem instandgesetzten Fassadenelement mit Basaltbewehrung in einer Mörtelschicht (Foto: Johannes Lesser)
Kernbohrung in einem instandgesetzten Fassadenelement mit Basaltbewehrung in einer Mörtelschicht (Foto: Johannes Lesser)

[19|06|2020]

Nachhaltige Instandsetzung von Betonfassaden

 

Stahlbetonfassaden haben leider häufig eine begrenzte Lebenszeit. Kohlendioxid und Wasser aus der Luft sowie Streusalzrückstände dringen in den Beton ein. Die chemische Zusammensetzung verändert sich, der Stahl beginnt zu rosten und Betonteile platzen ab. ForscherInnen der Hochschule München haben als Alternative jetzt basaltbewehrten Beton geprüft – mit sehr positiven Ergebnissen.

 

Alternative zu Stahlbewehrung

Im Projekt FASALT haben das Team um die ProfessorInnen Dr. Andrea Kustermann, Dr. Christoph Dauberschmidt und Dr. Christian Schuler von der Fakultät für Bauingenieurwesen der Hochschule München die Materialeigenschaften des neuen Baustoffs erforscht, optimiert und für die Eignung von Fassaden geprüft. Herausgekommen ist ein Instandsetzungskonzept für geschädigte vorgehängte Stahlbetonfassaden und tragende Betonelemente, wie man sie beispielsweise von Brüstungen kennt. Die neuen, aus Basalt bestehenden Verstärkungselemente im Beton, in der Fachsprache „Bewehrung“ genannt, rosten nicht und das Ausgangsmaterial – der Basalt – ist auch in unseren Breitengraden reichlich vorhanden.

 

Machbarkeit erwiesen

Die ForscherInnen sind zuversichtlich, dass das Konzept bis hin zu einer marktreifen Lösung weiterentwickelt werden kann und überall dort zum Einsatz kommt, wo Langlebigkeit gefragt ist und die bisherigen Konstruktionen aus Stahl und Beton an ihre Grenzen stoßen.

 

Das Projekt Basalt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie durchgeführt.

 

 

Ralf Kastner

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