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Starke Projektarbeit in Corona-Zeiten

Das Karosseriekonzept des studentischen Teams (Grafik: Klemens Rother und Studierende)
Das Karosseriekonzept des studentischen Teams (Grafik: Klemens Rother und Studierende)

[17|08|2020]

Studierende entwickelten neues Karosseriekonzept ausschließlich im virtuellen Raum

 

Das Online-Semester an der Hochschule München steht für besondere Erfahrungen in der Lehre, wie eine Gruppe Studierender aus dem Masterstudiengang Computational Engineering beweist. Sie entwickelten in virtueller Teamarbeit ein neues Karosseriekonzept für Fahrzeuge von Hydro2Motion, dem studentischen Projekt der HM für die Teilnahme an Effizienzwettbewerben wie z.B. dem SHELL Eco-Marathon.

 

Die Rahmenbedingungen des Projekts waren dabei den in der Praxis vorkommenden Verhältnissen sehr ähnlich – die zu beherrschenden Herausforderungen ebenso. Das Team musste zahlreiche Vorgaben erfüllen und eine möglichst performante, machbare und leichte Struktur konzipieren, entwickeln, berechnen und optimieren. Auch die für die Konstruktion passende Fertigungs- und Fügetechnik musste spezifiziert sowie das Montagekonzept mit notwendigen Vorrichtungen entwickelt werden.

 

Weniger als fünf Kilogramm

Besonders heraufordernd war, dass sich die Studierenden aufgrund der Coronakrise nicht persönlich treffen konnten. Deshalb fand die Projektarbeit ausschließlich online statt – mit großem Erfolg. Das Team organisierte sich selbstständig im virtuellen Raum, wo sie diskutierten, sich austauschten und abstimmten. Dabei definierten und strukturierten sie u.a. Team-, Projekt- und Teilaufgaben, lernten die Arbeitsweisen agiler Entwicklungsmethoden kennen, arbeiteten mit Datenmanagement in der Cloud, erstellten konzeptionelle Entwürfe und überprüften diese rechnerisch. Mit einem prognostizierten Gewicht des Rahmens von weniger als fünf Kilogramm in einer erstmalig konzipierten Magnesiumrahmenbauweise präsentierten und diskutierten alle Teammitglieder die Ergebnisse in einem elfstündigen Vortragsmarathon – natürlich im Rahmen einer Webkonferenz.

 

„Was das Team hier in circa 15 Wochen erreicht hat, ist für mich unglaublich beeindruckend“, sagt Prof. Dr. Klemens Rother von der Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik und Flugzeugtechnik, der das Projekt innerhalb des Master-Moduls „Konzeptentwicklung mechanischer Strukturen“ betreute. „Alle haben professionell zusammengearbeitet und verschiedenste, teils sehr komplexe Aufgabenstellungen gut gemeistert. Ich hatte erst Bedenken, dieses Projekt unter den Bedingungen dieses Semesters den Studierenden zuzumuten – ich würde es jetzt sofort wieder mit einer anderen Gruppe wagen“.

 

 

Klemens Rother/Amanda Shala

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