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Eine INSEL für alle

MSI-Student Daniel Forster schildert das Konzept seines Teams gegenüber dem BR (Foto: Johanna Weber)
MSI-Student Daniel Forster schildert das Konzept seines Teams gegenüber dem BR (Foto: Johanna Weber)

[22|01|2021]

HM-Student Daniel Forster und sein Team haben ein inklusives Konzept für München entwickelt

 

Wie gelingt Inklusion in einer Stadt wie München? Dies überlegten sich die HM-Studierenden der Studiengänge Betriebswirtschaft und Management Sozialer Innovationen (MSI) für das Projekt INSEL der Stiftung Pfennigparade. Auf einem etwa 8.000 Quadratmeter Areal am Stauwehr Oberföhring soll bis zum Sommer 2021 eine Natur-, Sport- und Erlebnis-Landschaft als Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderung entstehen. Eine sozialunternehmerische Lösungsidee dafür entwarfen Daniel Forster, Balazs Csomay, Kathi Schindlbeck, Laura Felch und Jelenaein Vucic im Rahmen des Seminars „Social Entrepreneurship“. Hierfür nutzten sie das „Circular Society“-Konzept.

 

HM: Herr Forster, was ist „Circular Society“?

Daniel Forster: Ich persönlich verbinde Circular Society mit einem Wirtschaftskreislauf, der nicht diese lineare Abbildung hat, wie wir sie momentan von der Herstellung bis zum Verbrauch haben. Sondern damit, dass alles in einem Kreislauf ausgelegt ist.

 

Wie haben Sie das in Ihrem Projekt angewendet?

Tatsächlich war das für uns eine große Herausforderung, weil wir den Bezug dazu anfangs nicht so gesehen haben. Aber dann haben wir uns damit beschäftigt und erkannt, dass mehr dahinter steckt ist als nur Wirtschaften und Rohstoffkreisläufe. Es ist eine Gesellschaftsform, in der auch Inklusion eine große Rolle spielen kann.

 

Wie sieht Ihr Inklusionskonzept im Detail aus?

Auf der Insel gibt es schon Räumlichkeiten wie zum Beispiel die RaceRunning-Bahn oder einen Basketballplatz. Diese haben wir in unser Konzept integriert. Was eine Gratwanderung war, damit verschiedene Stakeholder zufrieden waren. Will man wirklich ein Inklusionsprojekt machen, müssen auch Leute einbezogen werden, die mit dem Thema erstmal gar nichts zu tun haben. Man muss „mehr“ bieten. Eine Besonderheit ist, dass wir nicht nur Menschen mit körperlicher Behinderung ansprechen, denn sonst ist es keine Inklusion. Wir möchten einen Raum für alle schaffen.

 

Welche Vorteile wird dieser Raum für alle für München und seine BewohnerInnen bieten?

Die INSEL soll zukünftig als fester Bestandteil der Münchner Stadtgesellschaft integriert werden. Junge Künstlerinnen und Künstler sind zum Bespiel immer auf der Suche nach neuen Auftrittsflächen, das weiß ich von Freunden aus der Techno-Szene. Die INSEL würde sich beispielsweise für ein „MINI Festival“ anbieten.

 

Prof. Dr. Wolfgang Gehra betont im Film des BR die Wichtigkeit von Social Entrepreneurship (Foto: Johanna Weber)
Prof. Dr. Wolfgang Gehra betont im Film des BR die Wichtigkeit von Social Entrepreneurship (Foto: Johanna Weber)
Der Bayerische Rundfunk (BR) drehte einen Film zum Projekt INSEL, in dem neben Forster auch Seminarleiter Prof. Dr. Wolfgang Gehra von der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften über das Projekt spricht. Er gründete das Lehrformat mit seinem Co-Leiter Prof. Dr. Georg Zollner von der Fakultät für Betriebswirtschaft.

 

 

Amanda Shala

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