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Wie verhindert ein Doughnut das Geschäftssterben in der Innenstadt?

Das ökonomische Doughnut-Modell, entwickelt von Kate Raworth (Foto: https://tauntontransition.files.wordpress.com/2020/04/doughnut-economics-diagram-2.png)
Das ökonomische Doughnut-Modell, entwickelt von Kate Raworth (Foto: https://tauntontransition.files.wordpress.com/2020/04/doughnut-economics-diagram-2.png)

[09|03|2021]

HM-Co-Creation-Workshop liefert Vorschläge für gesellschaftliche Krisen

 

Im vergangenen Co-Creation-Workshop des M:UniverCity-Netzwerks identifizierten die Teilnehmenden das ökonomische Doughnut-Modell als eine Möglichkeit, dem Geschäftesterben in der Münchner Innenstadt entgegenzuwirken. Entwickelt hat es die englische Ökonomin Kate Raworth.

 

Nicht durch das Doughnut-Loch fallen

Der innere Ring des Modells steht für die Minimum-Standards, basierend auf den SDG-Zielen der UN. Dazu zählen u.a. Ernährung, Gesundheit, Versorgung mit Energie und Bildung. Niemand soll von diesen lebensnotwendigen Dingen zu wenig haben, das hieße, durch das Loch im Doughnut hindurchzufallen. Der äußere Ring steht für die Grenzen des Lebens auf der Erde, dazu zählen Klimawandel, Artensterben, Verlust fruchtbarer Böden und vieles mehr. Kate Raworth benennt als Ziel, dass alle Menschen das Nötige für ein „gutes Leben“ haben sollen, ohne die ökologischen Grenzen zu durchbrechen.

 

Nachhaltige Geschäftsmodelle etablieren

Die TeilnehmerInnen des Workshops überlegten anhand des Modells: Wie können die Kreislaufwirtschaft gestärkt und Menschen nachhaltige Arbeitsplätze angeboten werden? Die Antwort lautet: Indem GeschäftsinhaberInnen beraten und der Einstieg in die Kreislaufwirtschaft empfohlen wird. Den schwierigen Bedingungen für den Einzelhandel infolge der Corona-Pandemie sollte mit neuen, nachhaltigen Geschäftsmodellen begegnet werden. So könnte auch ein Beitrag zur Revitalisierung der Münchner Innenstadt geleistet werden, so die Idee der Teilnehmenden. Bestenfalls könnte man in Zukunft in der Innenstadt nicht mehr nur Kleidung kaufen, sondern sie auch gleich umarbeiten oder reparieren lassen.

 

Was genau den UnternehmerInnen angeboten werden könnte und wie die Angebote in Zusammenarbeit mit dem Referat für Arbeit und Wirtschaft, der Hochschule München und weiteren Partnern auf die Beine gestellt werden können, ist Thema der nächsten Workshops der Co-Creation-Gruppe „Gesellschaftliche Krisen“.

 

 

Michael Droß/Mirja Fürst

 

Bildquelle: https://tauntontransition.files.wordpress.com/2020/04/doughnut-economics-diagram-2.png

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