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HM-Lectures for Future

Prof. Dr. Volker Quaschning spricht über Lösungen für die Klimakrise in der Ringvorlesungsreihe HM-Lectures for Future (Foto: Silke Reents)
Prof. Dr. Volker Quaschning spricht über Lösungen für die Klimakrise in der Ringvorlesungsreihe HM-Lectures for Future (Foto: Silke Reents)

[24|03|2021]

Prof. Dr. Volker Quaschning im Interview

 

Am 29. März 2021 hält Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energien an der HTW Berlin, einen Vortrag im Rahmen der Ringvorlesungsreihe HM-Lectures for Future. Sein Thema: "Klima vor dem Kollaps - Was uns droht und wie wir die Klimakrise noch stoppen können". Unter anderem mit Gregor Hagedorn vom Naturkundemuseum Berlin initiierte er die Scientists-for-Future-Bewegung, eine Vereinigung von WissenschaftlerInnen, die die Fridays-for-Future-Bewegung unterstützt. Darüber hinaus informiert Quaschning in den sozialen Medien, auf seinem YouTube-Kanal mit rund 54.000 AbonnentInnen sowie in seinem „Das ist eine gute Frage“-Podcast zur Energiewende, zum Klimaschutz und zu einer nachhaltigen Energieversorgung.

 

HM: Herr Quaschning, wie steht es um unser Klima?

Volker Quaschning: Wenn man es mit Corona vergleicht: Wir sind jetzt eigentlich da, wo wir dringend einen radikalen Shutdown bräuchten. Nur die Lösungen für die Klimakrise sind wesentlich angenehmer als der Shutdown. Wir wissen, wenn wir nicht schnell handeln und die Kipppunkte anschlagen, wird es sehr ungemütlich. Und wir wissen, dass wir die globale Erderwärmung möglichst nicht über 1,5 Grad hinaustreiben sollten. Um das zu erreichen, muss Deutschland in den nächsten 10 bis maximal 15 Jahren klimaneutral werden. Das ist die Herausforderung, die wir jetzt meistern müssen.

 

Welche Rolle spielen regenerative Energien bei der Klimakrise?

In Deutschland gibt es zwei Dinge, die die Klimakrise wesentlich vorantreiben: Das ist erstmal die Nutzung fossiler Energieträger, hier liegt der Anteil über 80 Prozent. Und dann haben wir die Landwirtschaft als zweiten Player, der aber viel kleiner ist. Die einzige Lösung, die Energieversorgung – also den ganz großen Brocken – klimaneutral zu gestalten, ist auf erneuerbare Energien umzusteuern.

 

Welche Impulse konnten Sie aus der Initiative „Scientists for Future“ und der Fridays-for-Future-Bewegung für Ihre Lehre und Forschung ziehen?

Für die Studierenden ist es schön, dass sie nicht „irgendwas studieren“, sondern auch Teil der Lösung sind. Wir besprechen die Klimafragen bei uns in den Vorlesungen und im Unterricht. Das Ziel meiner Forschung war schon immer die Klimaneutralität, zu der ich auch meine Habilitation verfasst habe. Die Fridays-for-Future-Bewegung hat dazu geführt, dass ich mich einfach noch mehr reinhänge. Mit dem Druck, den wir da erzeugen, haben wir noch eine realistische Chance, gerade so mit einem blauen Auge davonzukommen. Und die Klimaneutralität auf den letzten Drücker zu erreichen.

 

 

Das Interview führte Amanda Shala.

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