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"Typisch Student?"

Wie leben Münchens Studierende wirklich? Das Studentwerk München stellt die Regionalauswertung der HIS-Hochschulstudie vor.
Wie leben Münchens Studierende wirklich? Das Studentwerk München stellt die Regionalauswertung der HIS-Hochschulstudie vor.

[25|11|2010]

Studie zeigt: Chancengleichheit gibt es nicht - so leben, arbeiten und wohnen Münchens Studierende

Was ist dran an manchem Klischee über das Studentenleben? Wie leben Münchens Studierende wirklich? Die HIS Hochschul-Information-System GmbH hat sich in ihrer Hochschulstudie mit diesen Fragen beschäftigt. Für den Raum München hat das Studentenwerk München die Ergebnisse der Regionalauswertung vorgestellt. Hier einige Eckpunkte zusammengefasst:

Chancengleichheit gibt es nicht
Immer wieder wird das Schlagwort "Chancengleichheit" aufgegriffen. Fakt ist: Ganze 58 Prozent der Münchner Studierenden kommen aus einer Akademiker-Familie – bundesweit sind es nur 43 Prozent. Die soziale Auslese ist in München demzufolge noch stärker ausgeprägt. Auch an der Hochschule München ist der Wert mit 45 Prozent immer noch überdurchschnittlich. Daran zeigt sich, dass wirtschaftliche Gründe eine große Rolle spielen bei der Entscheidung zu studieren - insbesondere in München.

Jeder zehnte Studierende in München muss mit weniger als 600 Euro im Monat auskommen
Jeder zehnte Studierende in München muss mit weniger als 600 Euro im Monat auskommen
913 Euro im Monat
Der Münchner Durchschnittsstudierende hat im Monat 913 Euro zur Verfügung - 80 Euro mehr als der Bundesdurchschnitt. Aber die Streuung ist groß: Fast jeder Fünfte hat über 1.100 Euro zur Verfügung, wohingegen jeder zehnte mit nur 600 Euro oder weniger Geld klar kommen muss.

Woher kommt das Geld?
Hauptfinanzierungsquelle sind immer noch die Eltern. Wobei der Anteil der Eltern am Einkommen der Studierenden bei den Studentinnen und Studenten der Hochschule München viel geringer ist als bei der LMU und der TU. Dementsprechend ist der Anteil des selbst verdienten Geldes bei Studierenden der Hochschule höher. Was die Art der Arbeit betrifft, so zeigt sich ein deutlicher Trend hin zur studienbegleitenden Arbeit anstatt der gebündelten Arbeit in den Semesterferien.

Mehr Männer an der Hochschule
Eindeutig schlagen sich die unterschiedlichen Präferenzen in der Studienwahl in der Geschlechterverteilung wieder. Insgesamt ist die geschlechtsspezifische Verteilung der Münchner StudentInnen ausgeglichen: 50 Prozent sind Frauen, die andere Hälfte Männer. Aber: Innerhalb der einzelnen Hochschulen sieht es anders aus – während an der Hochschule nur ein Drittel der Studierenden Frauen sind, sind es an der LMU knapp über 60%.

44 Stunden arbeitet der Durchschnittsstudierende in der Woche
44 Stunden arbeitet der Durchschnittsstudierende in der Woche
Von wegen "faule Studierende"
Die Durchschnittswoche der Studierenden hat 44 Arbeitsstunden. 36 Stunden davon sind dem Studium gewidmet; die anderen acht Stunden entfallen für einen Job nebenbei. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich hier um einen Durchschnittwert handelt mit starker Streuung – nicht alle Studierenden arbeiten gleich viel. Aber mit 44 Stunden als Durchschnittswert dürfte das Klischee vom "faulen Studierenden" vom Tisch sein.

Fast die Hälfte wohnt zuhause
Im Durchschnitt müssen Studentinnen und Studenten rund 350 Euro im Monat Miete bezahlen. Das mag mitunter ein Grund sein, dass 45 Prozent der Hochschulstudierenden noch bei den Eltern wohnen – viel mehr als bei der LMU und der TU. Und das, obwohl fast die Hälfte der Studierenden in einer festen Partnerschaft lebt. Dennoch zeigt sich die Mehrheit zufrieden mit der Wohnsituation.

Mehr Informationen, Zahlen und Daten finden Sie auf einer Übersicht des Studentenwerks München.

sik

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