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Automatische Bremse

Ein Fahrassistenzsystem im Einsatz
Ein Fahrassistenzsystem im Einsatz

[22|12|2010]

Forschungsbericht belegt: Assistenzsysteme könnten Unfallzahlen halbieren

Moderne Fahrassistenzsysteme können langfristig rund die Hälfte der Pkw- und Lkw-Unfälle mit Personenschaden verhindern oder zumindest deren Schwere reduzieren. Davon ist Johann Gwehenberger, Leiter der Unfallforschung im Allianz Zentrum für Technik (AZT) in München, überzeugt.

In dem Forschungsprojekt namens AKTIV glichen AZT-Forscher und Wissenschaftler der Hochschule München die Wirkpotenziale neuer Fahrerassistenzsysteme durch den Vergleich mit tatsächlichen Unfalldaten ab. Dazu wurde eine eigene Unfalldatenbank mit über 2000 schweren Verkehrsunfällen zur detaillierten Analyse aufgebaut.

Vier in der Entwicklung befindliche, intelligente und optimierte Fahrerassistenzsysteme für Pkw und Lkw kamen unter die Lupe. Dazu erläutert Stephan Schwarz von der Fakultät für Maschinebau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik der Hochschule München: "Heute sind diese Systeme zwar noch Prototypen, doch haben sie das Potenzial, in den nächsten fünf bis zehn Jahren Serienreife zu erlangen."

Für Pkw weist die "Aktive Gefahrenbremse" (AGB) das größte Vermeidungspotential bei Unfällen mit Personenschäden auf. Es folgen der "Kreuzungsassistent" (KAS), das System "Sicherheit Fußgänger und Radfahrer" (SFR) und die "integrierte Querführung" (IQF). Bei Lkw ist das Unfallvermeidungspotential bei AGB am größten, gefolgt von IQF, dem KAS sowie dem SFR.

Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Forschungsinitiative AKTIV steht für "Adaptive und Kooperative Technologien für den Intelligenten Verkehr". Das Projekt ist mit einem Budget von insgesamt 60 Millionen Euro ausgestattet.

Die Forschungsberichte finden Sie zum Download auf www.allianz-autowelt.de:

Unfallstruktur- und Wirkpotenzialanalysen zu den AKTIV-Applikationen auf der Basis von Pkw-Haftpflichtschäden mit Personenschaden (pdf)

Unfallstruktur- und Wirkpotenzialanalysen zu den AKTIV-Applikationen auf der Basis von Lkw-Haftpflichtschäden (pdf)

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