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Jede Rede ist anders

Konrad Richter und Andreas Skultety achten auf die Zeit
Konrad Richter und Andreas Skultety achten auf die Zeit

[24|11|2011]

Der Rhetorikklub Munich Media Speakers übt das freie Sprechen in der Creative Hall des SCE

Steve Jobs und die TED-Talks haben schon lange bewiesen: Wer gut reden kann, ist klar im Vorteil. In der Creative Hall des SCE treffen sich deshalb die „Munich Media Speakers“ alle zwei Wochen, um an ihrer Redetechnik zu feilen – auf Deutsch und auf Englisch. An einem Abend kommen an die 20 Personen zusammen, von denen der Großteil auch Gelegenheit bekommt, vorne zu stehen und zu sprechen. Grundlage für die Munich Media Speakers ist die Philosophie der internationalen non-profit-Organisation Toastmasters.

Immer locker bleiben
Die einzelnen Redebeiträge werden von einer Moderation eingerahmt, die der jeweilige „Toastmaster des Abends“ übernimmt. Dieser kündigt als erstes die „Table Topics“ an, die gleich zum Anfang den Adrenalinspiegel steigen lassen: Zu einem vorgegebenen Thema oder Bild muss man 120 Sekunden sprechen – wen es trifft, weiß man vorher nicht.
Darauf folgen die „Prepared Speeches“ – Redeprojekte aus dem Toastmasters-Lehrbuch, die verschiedene Teile des freien Sprechens trainieren sollen: zum Beispiel Gestik, Mimik und Sprache. „Obwohl die Aufgabenstellungen immer dieselben sind, ist doch jede Rede anders, denn jeder Redner bringt seine eigene Persönlichkeit mit ein“, meint Media Speaker Andreas Skultety.

Den letzten Teil des Abendprogramms bildet später die Evaluation: Jeder Vortrag wird von einer Person ausführlich und konstruktiv kommentiert. Auch auf Formales wird geachtet: Füllwörter wie „Ähs“ und „Jas“ werden genauso dokumentiert wie Grammatikfehler und Zeitüberziehungen.

Voll bei der Sache: Carlo von Reumont
Voll bei der Sache: Carlo von Reumont
Andere inspirieren
Die Königsdisziplin der Toastmasters ist die „Inspirational speech“. Carlo von Reumont studiert Philosophie an der LMU und ist seit zwei Jahren im Club dabei. Der „Keynote Speaker“ des Abends wirkt wie ein Profi: Entspannt steht er da, seine Hände untermalen das, was er sagt, mit ruhigen, ausdrucksvollen Bewegungen und immer wieder sucht er den Augenkontakt zum Publikum. Er spricht über den Zusammenhang zwischen Leadership und Rhetorik: „A good speaker is first a good listener“, erklärt er in akzentfreiem Englisch, denn „listening changes perspectives and helps you understand your audience.“ Am 25. November 2011 wird Carlo in Basel bei der EU-Meisterschaft der Toastmasters antreten. Vortragsthema: seine Zeit als Hutverkäufer beim Oktoberfest.

Vom stillen Mäuschen zum begnadeten Redner
Vier Jahre dauert es, bis man ein guter Redner ist – so die Einschätzung der Toastmasters. Doch erste Erfolge lassen nicht so lange auf sich warten: Clubmitlied Franziska Hesedenz zum Beispiel hat früher große Angst davor gehabt, vor größeren Gruppen zu sprechen. „Schon nach sechs Wochen im Club war diese Angst kaum noch zu spüren“, meint sie.

www.munichmediaspeakers.de

kpf

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