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Diplom (FH) war gestern

Was ändert sich nach Bologna für die Lehrenden - ein Thema beim Bologna-Tag.
Was ändert sich nach Bologna für die Lehrenden - ein Thema beim Bologna-Tag.

[21|12|2011]

Erster Bologna-Tag der Hochschule München mit über 100 externen und internen Gästen

Die Hochschule München hat mit ihrem 1. Bologna-Tag am 15. Dezember 2012 den Startschuss für die zweite Stufe ihres Projekts „Bologna – Reform der Reform“ gegeben. Wurden in der ersten Stufe Verbesserungen auf der Studiengangsebene erzielt, werden in der zweiten Stufe Themen aufgegriffen, die stärker die gesamte Institution in den Blick nehmen. Dafür wurden am Bologna-Tag Lehrende, Studierende, MitarbeiterInnen und Gäste zu Workshops und Vorträgen eingeladen. Über 100 interne und externe TeilnehmerInnen vom Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, dem Institut für Hochschulforschung Bayern (IHF), der Münchner Volkshochschule und dem Wissenschaftsrat in Bonn kamen und diskutierten über Bologna 2.0.

Bologna: Bestandsaufnahme nach 10 Jahren
Den Auftakt machte Dr. Peter Zervakis, Leiter des nexus Projekts bei der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Mit einer Bestandsaufnahme zu 10 Jahren Bologna stimmte er auf den Tag ein. Er berichtete von Studien, die zeigen, dass die Bachelor- und Masterstudierenden in Deutschland insgesamt sehr zufrieden mit der Studienqualität sind. Gerade auch die AbsolventInnen der Fachhochschulen dürfen mit den Chancen auf dem Arbeitsmarkt zufrieden sein. Prof. Dr. Christoph Seeßelberg, Vizepräsident für Lehre und Internationales und Olivia Key, Referentin für Studium und Lehre stellten in ihrem Vortrag Diplom war gestern. Das neue Studium! die verbesserten Aufstiegschancen dar.

Insgesamt 43 % der AbsolventInnen von Fachhochschulen nehmen innerhalb eines Jahres nach Bachelorabschluss ein Masterstudium auf (INCHER-Studie, 2011). Die Hochschule München kann jedoch aus Kapazitätsgründen nicht allen AbsolventInnen einen Masterplatz anbieten. Wie dennoch ein gerechter Zugang zu den knappen Plätzen möglich sein könnte, wurden intensiv im Workshop „Zugang zum Masterstudium – Platz für alle an der Hochschule München?“, geleitet durch Prof. Dr. Möncke, Mitglied im Senats der Hochschule München, diskutiert.

Flexibilisierung der Studienzeiten & Teilzeitstudium
Ein weitere Herausforderung in den kommenden Jahren für die Hochschule wird es sein, den Studierenden, die Kinder haben, Angehörige pflegen und/oder einem Beruf nachgehen, Studienformate anzubieten, die sich mit ihrer Lebenswirklichkeit vereinbaren lassen. Die Hochschule wird deshalb im Rahmen eines Teilprojekts von „Für die Zukunft gerüstet“ (Qualitätspakt Lehre) Studienzeiten flexibilisieren und einen Pilot-Teilzeitstudiengang einrichten. Prof. Dr. Elke Wolf, Leiterin des Teilprojekts, stellte diese Ziele im Workshop Flexibilisierung der Studienzeiten und Teilzeitstudium vor und arbeitete mit den TeilnehmerInnen an Ideen für die Umsetzung.

Offene Hochschule Oberbayern
Um auch Berufsqualifizierten passende Angebote zu machen, sollen an der Hochschule München berufsbegleitende Bachelorstudiengänge entstehen. Dr. Sven Winterhalder, Leiter Abteilung Hochschulentwicklung, stellte dazu das Projekt „Offene Hochschule Oberbayern“ vor. Wie die beruflichen Kompetenzen der Berufsqualifizierten auf die Studieninhalte anzurechnen sind, diskutierte er mit den TeilnehmerInnen des Workshops „Anrechnung außerhochschulischer Kompetenzen“.

Kompetenzorientierung
Kompetenzen standen im Mittelpunkt des von Prof. Dr. Franz Waldherr, Direktor des Zentrums für Hochschuldidaktik geleiteten Workshops „Kompetenzorientierung: Umsetzung in Lehre und Lernen“. Markus Petry, Vizepräsident der Hochschule Ingolstadt präsentierte praktische Beispiele und Anna-Katharina Hintelmann, Mitarbeiterin im Projekt „Bologna – Reform der Reform“ stellte einen Leitfaden zur kompetenzbasierten Beschreibung von Modulen vor. Eine präzise Formulierung ist die Voraussetzung für die Anerkennung von Modulen, die z. B. im Rahmen eines Auslandsstudiums belegt wurden. Derzeit haben Studierende an deutschen Hochschulen, aber auch an der Hochschule München, noch immer Probleme, erbrachte Leistungen anerkannt zu bekommen. Im Workshop Annerkennung - Hemmschuh oder Erleichterung eines Auslandsstudiums?, der von Olivia Key, Koordinatorin des Projekts „Bologna – Reform der Reform“ geleitet wurde, erarbeiteten die TeilnehmerInnen Lösungen, um die Anerkennungspraxis an der Hochschule München zu verbessern.

Kooperative Promotionen
Derzeit promovieren über 50 wissenschaftliche MitarbeiterInnen der Hochschule München kooperativ. Um den DoktorandInnen eine bestmögliche Betreuung zu bieten, hat das Forschungsbüro ein Begleitprogramm entwickelt. Um in diesem Programm und in der Betreuung noch stärker das Profil der Hochschule München zu berücksichtigen, befragten Prof. Dr. Christiane Fritze, Vizepräsidentin für Forschung, Entwicklung, Technologietransfer und Qualitätsmanagement und Dr. Stephanie Kastner, Forschungsreferentin die TeilnehmerInnen ihres Workshops „Die 3. Säule von Bologna – Promotion an der Hochschule München“ zu ihren Ideen und Vorschlägen.

Fachqualifikationsrahmen
Ideen sind auch gefragt bei den so genannten Fachqualifikationsrahmen (Sectoral Qualifications Framework), die es bislang schon für Studiengänge wie Maschinenbau und Soziale Arbeit gibt. Hierfür erarbeiten VertreterInnen der entsprechenden Fachöffentlichkeit und Fachexperten eine komplexe Übersicht aller notwendigen Inhalte und Kompetenzen eines Studiengangs. Dr. Peter Zervakis von der HRK stellte dies in dem Workshop „Chancen und Nutzen von Fachqualifikationsrahmen“ vor und diskutierte mit den TeilnehmerInnen z. B. die Profile der immer spezialisierteren Bachelorstudiengänge.

Studienerfolg
Studienerfolg und Studienverlauf werden von einer Reihe von Faktoren beeinflusst: Herkunft und Ressourcen des Studierenden, Regeln der Institution, Beratungsstruktur und didaktische Gestaltung des Studiengangs. In ihrem Vortrag Untersuchung zu Studienverläufen und Studienerfolg (USuS) stellte Prof. Dr. Patricia Arnold, die das gleichlautende BMBF-finanzierte Projekt für den Standort München leitet, dar, welche Faktoren, den Studienerfolg begünstigen und welche studiengangsspezifischen hochschuldidaktischen Interventionen zur Stärkung dieser Faktoren und zum Abbau von Erfolgshemmnissen beitragen.

Olivia Key / ck

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