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High rise - high density!

Daniel Seyfang und Bürgermeisterin Christine Strobl, Foto: Helmut Maier
Daniel Seyfang und Bürgermeisterin Christine Strobl, Foto: Helmut Maier

[18|07|2012]

Hochschulpreis der Landeshauptstadt München für Architekturabsolvent Daniel Seyfang

Urbane Verdichtung am Beispiel eines großen Wohnblocks in Nordschwabing – dieser Aufgabe stellte sich Daniel Seyfang für seine preisgekrönte Bachelorarbeit an der Fakultät für Architektur der Hochschule München. Obwohl Schwabing schon sehr dicht bebaut ist, fand er einen ca. 3.000qm großen Innenhof zwischen Ansprengerstraße und Victoriaplatz, der zu weiten Teilen als privater Parkplatz genutzt wird und ein bisher nicht ausgeschöpftes städtisches Potenzial besitzt.

 

Durch eine Nachverdichtung sollen in seinem Entwurf zusätzliche Wohn-, Arbeits- und Nutzflächen entstehen. Attraktive Freiflächen können durch die Verlegung der Autos in eine Tiefgarage geplant werden. Für sämtliche Bewohner wird so ein attraktives Umfeld für ein städtisches Zusammenleben geschaffen.

 

 

Lageplan der Verdichtung am Viktoriaplatz, Entwurf: Daniel Seyfang
Lageplan der Verdichtung am Viktoriaplatz, Entwurf: Daniel Seyfang
Vom privaten Hof zum öffentlichen Stadtraum
Daniel Seyfang platziert zwei polygonale Wohnkuben in den Hof, die mit fünf und sieben Obergeschossen deutlich höher als die bestehende Blockrandbebauung sind. Er versetzt sie sehr geschickt zueinander. Damit erreicht er einerseits eine gute Belichtung sowohl des Bestandes als auch der Neubauwohnungen und definiert anderseits zwei gut proportionierte, begrünte Außenräume.

 

Vier öffentliche Durchgänge zu den angrenzenden Straßen und Plätzen führen zu dem beabsichtigten „Teilen“ des neu geschaffenen, urbanen Stadtraumes mit dem gesamten Quartier und seinen Bewohnern. Die Umnutzung des privaten Hofes hin zu einem öffentlichen Stadtraum könnte das gesamte Quartier aus seiner fast suburbanen Schläfrigkeit erwecken und ganz neue Perspektiven eröffnen.

 

Über die konzeptionelle Idee hinaus besticht Daniel Seyfangs Arbeit durch ihre hohe gestalterische Qualität sowie durch den ökologisch, energetisch und wirtschaftlich interessanten Konstruktionsansatz, der Betonkerne mit einer innovativen Holzbauweise kombiniert.

 

Der Hochschulpreis der Landeshauptstadt München prämiert seit 1993 herausragende Abschlussarbeiten an der LMU, der TU und der HM, die einen Bezug zu München haben. Der Preis ist mit 4.000 Euro dotiert.

 

ck/Prof. Martin Zoll (Auszüge aus der Laudatio)

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