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A mosquito in a cathedral

Mit UV-Licht wird die Strahlung uranhaltiger Gegenstände untersucht
Mit UV-Licht wird die Strahlung uranhaltiger Gegenstände untersucht

[19|07|2012]

Ein Experimentalvortrag befasst sich anschaulich mit über 100 Jahren Forschung zum Atomkern

Der Atomkern wurde von WissenschaftlerInnen aus gutem Grund mit „a mosquito in a cathedral“ verglichen – so schwierig war seine Entdeckung sowie seine experimentelle Charakterisierung am Anfang des 20. Jahrhunderts. Hinzu kamen neue Erkenntnisse über die Elemente Uran, Radium und Thorium sowie über die Freisetzung von Energie und Strahlung aus dem Atomkern. Drei Nobelpreise erhielt allein die Familie Curie in diesem Zusammenhang. Ohne sie und ihre Kollegen würde die Welt der Physik heute anders aussehen.

 

In einem offenen Kernphysik-Experimentalvortrag boten Prof. Dr. Robert Schwankner, Fakultät für Feinwerk- und Mikrotechnik, physikalische Technik und seine Arbeitsgruppe einen vertieften Einblick in die Geschichte dieser Entdeckungen, ihre physikalischen Zusammenhänge sowie ihre grundlegende Bedeutung für das 20. und 21. Jahrhundert.

 

Beim Knallgasexperiment hält man sich besser die Ohren zu
Beim Knallgasexperiment hält man sich besser die Ohren zu
Kettenreaktionen und Strahlungsmessung

Rund 80 TeilnehmerInnen, größtenteils Schülerinnen und Schüler aus Münchner Gymnasien folgten gebannt dem Vortrag und durften in zahlreichen Versuchen, die das komplexe Thema veranschaulichten, selbst aktiv werden. Unter den Experimenten waren Klassiker wie der Knallgasversuch und das Mausefallenexperiment, das mit Mausefallen und Tischtennisbällen in einem Behälter Kettenreaktionen veranschaulicht.

 

Uran kommt in kleinen, meist unproblematischen Dosen häufig im alltäglichen Leben vor. Zur Illustration präsentierte Professor Schwankner seine persönliche Sammlung uranhaltiger Gegenstände, die die SchülerInnen mit UV-Licht untersuchen konnten. In einem weiteren Versuch konnten sie die Strahlung in der Raumluft messen. Dieser fand in einem Kellerraum statt – die dort vorhandenen Staubteilchen in der Luft helfen, die geladenen Strahlungsteilchen zu binden.

 

Unterstützt wurde der Vortrag von den Firmen Baxter Deutschland GmbH und Wacker Chemie AG sowie vom Deutschen Museum und dem Haus der Natur in Salzburg. Die VertreterInnen der Lehrerfortbildungsinstitution der Landeshauptstadt signalisierten großes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit.

 

 

kpf

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