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Studierende gewinnen Förderpreis "Sicherheit im Straßenverkehr"

Die Gewinner und Betreuer: (v.l.n.r.) Antonio Kuna, Dr. Wolfram Hell, Prof. Hans Bäumler, Karel Bachmann
Die Gewinner und Betreuer: (v.l.n.r.) Antonio Kuna, Dr. Wolfram Hell, Prof. Hans Bäumler, Karel Bachmann

[19|06|2013]

Untersuchungen bringen wichtige Erkenntnisse zur Unfallvorbeugung

Antonio Kuna und Karel Bachmann heißen die glücklichen Gewinner, beide Studierende des Studiengangs Fahrzeugtechnik an der Hochschule München. Sie belegten beim Förderpreis „Sicherheit im Straßenverkehr“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) den ersten und zweiten Platz. Betreut wurden die wissenschaftlichen Arbeiten von Prof. Dr. Hans Bäumler, Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik der Hochschule München, sowie von Dr. Wolfram Hell, Leiter des Bereichs Biomechanik / Unfallforschung / Anthropologie am Institut für Rechtsmedizin der LMU.

 

Unter der Lupe: LKW-Unfälle...
Den ersten Preis erhielt Antonio Kuna für seine Analyse von 57 tödlichen LKW- Unfällen. Kuna untersuchte Unfalltypen, Verletzungsarten, Todesursachen sowie die straßenbaulichen Umstände. Sein Ergebnis: Waren die LKW-Fahrenden die Unfallverursacher, handelte es sich dabei meist um Unfälle beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder Unfälle, die durch Fehleinschätzungen des toten Winkels zustande kamen. Häufiges Fehlverhalten der UnfallgegnerInnen war eine überhöhte Geschwindigkeit.

 

Basierend auf seiner Untersuchung erarbeitete Kuna Präventionsmaßnahmen zum Schutz schwächerer VerkehrsteilnehmerInnen. Er schlug vor, die LKWs mit Systemen zur Beseitigung des toten Winkels und Abbiegeassistenten auszurüsten. Zur Verbesserung der Infrastruktur skizzierte er Maßnahmen wie die räumliche Trennung von Fahrbahnen, Rüttelstreifen sowie die Optimierung von Verkehrsknoten.

 

...und Fahrradunfälle
Den zweiten Platz erhielt Karel Bachmann für die Erforschung von 97 tödlichen Fahrradunfällen. Er untersuchte Unfallentstehungsfaktoren und Eigenschaften von Unfallbeteiligten. Auffällig waren der hohe Anteil von getöteten Senioren sowie die hohe Anzahl an Kopfverletzungen, basierend auf einer niedrigen Helmtragequote. Viele Unfälle ereigneten sich in Kreuzungsbereichen oder unter Einfluss von Alkohol. Als Maßnahmen zur Unfallvorbeugung schlägt Karel Bachmann optimierte Kreisverkehre, mehr Radwege und eine höhere Tragequote von Fahrradhelmen vor.

 

Deutscher Verkehrssicherheitsrat / bs

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