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Designer gewähren "Einblick"

Zahlreiche Besucher kamen zur
Zahlreiche Besucher kamen zur "Einblick 2013" in die Lothstr. 64

[29|07|2013]

Ausstellung präsentiert Abschlussarbeiten aus Foto-, Industrie- und Kommunikationsdesign

Spannende Projekte, gute Musik und nette Leute – kein Wunder, dass die Ausstellungseröffnung von „Einblick 2013“ am 19. Juli so zahlreich besucht wurde. Auf der Jahresausstellung präsentierte die Fakultät für Design 130 Bachelorarbeiten aus den Studienrichtungen Foto-, Industrie und Kommunikationsdesign. Erstmals war auch der Master Advanced Design vertreten.

 

Der Laptop zeigt an, was der 3D-Drucker gerade druckt
Der Laptop zeigt an, was der 3D-Drucker gerade druckt
3D-Drucker, Kinderwagen und Zahnarztstühle
Professionell präsentierten die Studierenden ihre Arbeiten und standen Interessierten bereitwillig mit Erklärungen zur Verfügung. So konnte man beispielsweise den 3D-Drucker des Industriedesigners Thomas Wolf live in Action erleben. Mit biologisch abbaubarer Polymilchsäure produzierte der Drucker kleine Modelle wie einen Oktopus oder ein Muffinförmchen. Im Gegensatz zu den zurzeit erhältlichen 3D-Druckern für die Industrie hat der Bachelorabsolvent mit seinem Modell eine elegante Office-Lösung konzipiert, die Maschine und Anschauungsobjekt in einem ist.

 

Modell des dentalux.
Modell des dentalux.
Direkt aus der Praxis heraus entstand die Arbeit von Andrea Maria Weisz, die neben ihrem Studium sieben Jahre lang als Zahnarztassistentin arbeitete. Um als Bindeglied zwischen Patient und Ärztin bzw. Arzt nicht immer stehen zu müssen, entwickelte sie dentalux. Die Behandlungseinheit für Zahnarztpraxen ist individuell auf Patient und Behandelnde anpassbar mit der Besonderheit, dass die ÄrztInnen und AssistentInnen mit ihren höhenverstellbaren Sitzen auf einer Schiene um die Liege herumfahren können. „Dadurch verschwinden die Hierarchien zwischen Arzt, Assistent und Patient, weil sich alle individuell aneinander anpassen können“, erklärt Weisz. „Außerdem werden die Sitze durch Antippen mit den Füßen bewegt, wodurch ein größeres Maß an Hygiene gewährleistet ist.“

 

Bergmeisters Fotos zeigen u.a. auch die Tierärzte während der Behandlung
Bergmeisters Fotos zeigen u.a. auch die Tierärzte während der Behandlung
Von Tierschützern und Jägern
Eindrucksvolle Bilder und vielfältige Themen lieferten die Fotodesign-Arbeiten. Für ihre Bachelorarbeit begleitete Julia Bergmeister einen Monat lang TierärztInnen des Fördervereins Arche Noah e.V. in Südeuropa. Dabei dokumentierte sie die Arbeit der Tierschutzorganisation, die sich der medizinischen Betreuung und Kastration von Straßentieren verschrieben hat. Für die Studentin war es eine beeindruckende Erfahrung, mitzuerleben, wie viel Energie die Helferinnen und Helfer in ihre Arbeit stecken. „Ich hoffe, dass ich irgendwann das Geld habe, um den Verein nach Afrika zu begleiten“, sagt Bergmeister.

 

Einem überraschenden und für viele fremden Thema widmete Jasmin Rozencwajg ihre Arbeit „Gut Schuss. Eine fotografische Dokumentation deutscher Waffenbesitzer“. In schlichten schwarz-weiß Bildern stellt sie Berufe und Hobbys dar, die im Zusammenhang mit Waffen stehen.

 

Besucher vor dem Projekt 'Deutsche Waffenbesitzer'
Besucher vor dem Projekt 'Deutsche Waffenbesitzer'
Hängolin, Himbeertoni und Kniebeißer
Diese Begriffe wurden tatsächlich einmal benutzt – bevor sie immer ungebräuchlicher wurden. Sabine Tettmann, Absolventin des Kommunikationsdesigns, beschäftigte sich mit genau solchen ausgestorbenen Begriffen, aber auch mit Wortneuschöpfungen. Eine Arbeit mit Weiterbildungspotenzial: Interessierte erfuhren beispielsweise, dass „Swag“, das Jugendwort des Jahres 2011, für eine „beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung sowie eine charismatisch-positive Aura“ steht oder man „wullft“, wenn man jemandem die Mailbox vollquatscht.

 

Wortneuschöpfungen und 'ausgestorbene' Wörter nebeneinander
Wortneuschöpfungen und 'ausgestorbene' Wörter nebeneinander
Ein weiteres Highlight der Kommunikationsdesigner stelle das mit dem „Red Dot, Best of the Best“ ausgezeichnete Evolutionsvideo "Mechanismen der Evolution" von Philipp Dettmer dar. Anhand kleiner bärenartiger Tierchen erklärt er darin auf unterhaltsame und zugleich wissenschaftlich korrekte Weise, wie Evolution funktioniert und warum der Mensch als „Teil eines Erfolgsmodells“ gelten kann.

 

Projekte und Ausstellung waren ein voller Erfolg und wurden ihrem Namen gerecht, indem sie spannende Einblicke in die Arbeitswelt des Designs lieferten. Auf www.einblick.hm.edu haben Interessierte die Möglichkeit, sich alle Arbeiten genauer anzusehen.

 

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