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Wie in einer anderen Welt

Internationale Zusammenarbeit im Team
Internationale Zusammenarbeit im Team

[10|08|2013]

Studierende besucht International Student Conference on Environment and Sustainability in Shanghai

Die Österreicherin Mariella Thanner studiert im vierten Semester International Business Administration an der Hochschule München. Im Rahmen ihres Studiums nahm sie an der „International Student Conference on Environment and Sustainability“ in Shanghai teil. Dort stellte sie ihr Konzept von einer Biogasanlage in Indien vor. Jetzt ist sie wieder zurück und berichtet von ihren spannenden Erfahrungen.

 

Wie kam es, dass Sie sich für die „International Student Conference on Environment and Sustainability“ beworben haben?

 

Prof. Dr. Ralf Isenmann berichtete in einem Seminar darüber, dass die UNEP (United Nation Environmental Programme) in Shanghai an der Tongji University eine einwöchige Konferenz veranstaltet. Man könne sich mit einem Projekt oder einer Idee bewerben. Ich hatte schon eine Idee zu einer Biogasanlage in Indien und habe es versucht.

 

Konzept Biogasanlage in Indien
Konzept Biogasanlage in Indien
Wie sind Sie auf die Idee mit der Biogasanlage gekommen?

 

Ich war 2010 nach der Matura fünf Monate in Indien und habe dort in einem Waisenhaus geholfen, eine Biogasanlage zu implementieren. Ziel war, dass sich das Waisenhaus selbst unterhalten kann. Auf dem Markt, auf dem die Betreiber des Waisenhauses normalerweise einkaufen, schwanken die Preise und die Qualität ist nicht die beste. Deshalb wollten sie am liebsten selbst gesunde Nahrung anbauen. Ich habe mir dann gedacht, eine Biogasanlage wäre die Lösung. Als Nebenprodukt entsteht bei der Gasproduktion ja auch Dünger für die Felder. Die Gründerin des Heims fand die Idee gut und so ist das Ganze dann zustande gekommen. Dieses Projekt gibt es dort jetzt schon drei Jahre. Durch die Biogasanlage haben die Bewohner Elektrizität, Gas und heißes Wasser. Das Konzept ist einfach und überall umsetzbar. Man sammelt einmal Geld, dann ist es ein Selbstläufer. Die Anlage kann mit Kuhmist und Lebensmittelabfällen betrieben werden.

 

Was hat Ihnen dort besonders gut gefallen?

 

Toll war die Zusammenarbeit im internationalen Team. In meiner Gruppe waren zwei Argentinier, eine Amerikanerin, noch ein anderer Deutscher aus Berlin, drei Chinesen und ein Indonesier. Wir hatten kleine Aufgaben und mussten unter anderem Präsentationen erstellen. Auch die Herzlichkeit der Chinesen hat mir sehr gefallen. Ich bin einmal die Treppe mit meinem Koffer hinaufgegangen und ein fremder Mann hat ihn mir einfach hinaufgetragen, ohne ein Wort. Meine chinesische Mitbewohnerin, die aus Versehen bei uns einquartiert wurde, hat mir über China wie von einer anderen Welt erzählt.

 

Zum kompletten Interview (PDF)

 

bs

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