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Zukunftsforschung mit DelphiNE

Ziel: Ressourcen von NE-Metallen wie Kupfer schonen (Foto: Norbert Leipold/pixelio.de)
Ziel: Ressourcen von NE-Metallen wie Kupfer schonen (Foto: Norbert Leipold/pixelio.de)

[21|08|2013]

Forschungsprojekt zu Potenzialen der NE-Metallindustrie in einer "Green Economy"

Deutschland, Recyclingland. Kaum ein anderes Land in Europa recycelt so viel wie die Bundesrepublik. Großen Raum für Verbesserungen gibt es allerdings beim Recycling von Nichteisen-Metallen (NE-Metallen) wie Kupfer, Aluminium oder Nickel. Das Forschungsprojekt „DelphiNE“, das die Hochschule München in Kooperation mit der aforetec Gbr und der Universität Bremen durchführt, soll nun eine Diskussion zur Rolle der NE-Metallindustrie in einer „Green Economy“ initiieren sowie mögliche Entwicklungsszenarien samt Treibern und Hemmnissen herausarbeiten.

 

Ressourcenschonend in die Zukunft
Ziel des vom Umweltbundesamt finanzierten Forschungsprojekts, das bis 2016 laufen wird, ist es, mit einer Zukunftsanalyse nach der Delphi-Methode die Potenziale für die Schonung von Ressourcen in der NE-Metallindustrie zu ermitteln. Da NE-Metalle nicht nur im traditionellen Maschinenbau und in der Elektroindustrie, sondern gerade auch für Zukunftstechnologien zur Gewinnung, Speicherung und Wandlung erneuerbarer Energien und zur Elektromobilität eingesetzt werden, steigt mit der Energiewende ihre Bedeutung in Deutschland deutlich an. Doch der Zugang zu den metallischen Rohstoffen ist risikobehaftet und die Produktion äußerst rohstoff- und energieintensiv sowie mit hohen Umweltwirkungen verbunden. Die Bestimmung der langfristigen Ressourcenschonungspotenziale hat deshalb für den Standort Deutschland eine hohe strategische Bedeutung.

 

Im Projekt „DelphiNE“ sollen zunächst die aktuellen Entwicklungen analysiert werden. Auf dieser Grundlage erstellt das Forscherteam einen detaillierten Fragebogen, in dem die zentralen Akteure in der NE-Metallindustrie – darunter Wissenschaft, industrielle Produktion, Anlagenbau, Behörden und NGOs – ihre Einschätzungen dokumentieren. Das Besondere an der Delphi-Methode: In mehreren Befragungsrunden verdichten sich die Einschätzungen zu soliden Entwicklungstrends. In Zukunftsworkshops werden diese Trends zu möglichen Entwicklungsszenarien ausgebaut und die dazugehörigen Wege – sogenannte Roadmaps – entwickelt.

 

Geleitet wird „DelphiNE“ an der Hochschule München von Prof. Dr. Ralf Isenmann, Fakultät für Betriebswirtschaft, Nachhaltiges Zukunftsmanagement. Studierende, die Interesse haben als studentische Hilfskraft an dem Projekt mitzuarbeiten, schicken ihre Anfrage an .

 

Prof. Dr. Ralf Isenmann / nl

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