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Mehr Frauen in die Technik

[25|04|2014]

Promotionsstipendium für Doktorandin der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik

Die Doktorandin Hamideh Heidari-Zare promoviert an der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik im Labor für Oberflächenveredelung und Dünnschichttechnik. Ab Juli 2014 wird sie von einem Promotionsstipendium speziell für Absolventinnen von Hochschulen für angewandte Wissenschaften gefördert. Dieses wird von der Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an bayerischen Hochschulen ausgelobt. Ziel ist es, den Frauenanteil insbesondere in den technischen Disziplinen anzuheben und letztendlich mehr Professorinnen in die Lehre an bayerischen Hochschulen einzubinden.

 

Mit einem Aerosol erzeugte Zebrastreifen aus Silber auf der Außenseite eines Katheters
Mit einem Aerosol erzeugte Zebrastreifen aus Silber auf der Außenseite eines Katheters
Antibakterielle Beschichtung für Katheter
Ziel des Promotionsvorhabens ist die Entwicklung eines antibakteriell beschichteten Blasenkatheters. Derzeit geht es darum, die Innen- und Außenbeschichtung mit verschiedenen Methoden zu perfektionieren. Die antibakterielle Wirksamkeit der Beschichtung wird in vitro mit physikalischen und medizinischen Methoden geprüft und an hinreichend empfindlichen Humanzellen nachgewiesen. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die medizinische Unbedenklichkeit von zentraler Bedeutung. Betreut wird die kooperative Promotion von Prof. Dr. Gerhard Franz und Prof. Dr. Dieter Jocham, Leiter der Urologie des Universitäts-Klinikums Schleswig-Holstein in Lübeck.

 

Frauen für Ingenieurwissenschaften begeistern
Nach ihrem Bachelorstudium im Iran absolvierte Hamideh Heidari-Zare ihren Master in Mikro- und Nanotechnik an der Hochschule München. „Ich habe mich riesig gefreut, dass Frauen so unterstützt werden“, sagt die Iranerin, „und dass ich jetzt die Möglichkeit habe, mich auf mein Promotionsprojekt für das nächste Jahr zu konzentrieren, diese Forschung weiterzuführen und damit auch andere Studentinnen für ein technisches Studium zu interessieren.“

 

Gerade der Anwendungsbezug an der Hochschule München gefällt ihr: „Neben der reinen Forschung wird hier durch eine Kombination der verschiedenen Fachrichtungen Biologie, Chemie und Technik gezielt nach Möglichkeiten technischer Anwendung gesucht. Durch meine Promotion wird die Entwicklung eines neuartigen Katheters unterstützt, der den Patienten direkt zu Gute kommt“, erklärt sie.

 

Angebote für Frauen nutzen
Auch die Frauenbeauftragte der Fakultät, Prof. Dr. Imke Libon, freut sich über die Stipendienzusage: „Das Thema Frauen in Ingenieurwissenschaften ist hochaktuell und ein zentrales Zukunftsthema. Der Frauenanteil unter den Studierenden in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen liegt häufig noch unter 20 Prozent. Deswegen ist es wichtig, Frauen aktiv bei der Promotion zu unterstützen.“ Auch Hamideh Heidari-Zare ist sich sicher: „Frauen haben genauso ein Verständnis für Technik wie Männer – sie müssen sich einfach nur trauen und die vielen Fördermöglichkeiten für Frauen in technischen Studiengängen nutzen.“

 

Über ihre Erfahrungen im Masterstudium berichtete Hamideh Heidari-Zare auch im Masterblog der Hochschule München.

 

Weitere Informationen zum Stipendium und zur Promotion als Frau an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften finden sich auf den Webseiten des Bereichs Forschung und Entwicklung.

 

kr/kpf

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