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Mitmach-Tag rund ums Papier

Eine Schülerin beim Papierfärben
Eine Schülerin beim Papierfärben

[22|07|2014]

Eine Grundschulklasse erkundete das Papierlabor der Hochschule München und stellte eigenes Papier her

„Bitte nichts anfassen und immer fragen, wenn ihr etwas nicht versteht“ – mit diesen Sicherheitshinweisen von Sebastian Porkert starteten 20 Grundschüler aus Inning am Ammersee ihren Besuch im Papierlabor der Hochschule. Porkert ist Doktorand an der Fakultät für Versorgungs- und Gebäudetechnik, Verfahrenstechnik Papier und Verpackung, Druck- und Medientechnik und hatte die Schulklasse ins Labor eingeladen. „Ich finde es wichtig, dass die Kinder schon früh erfahren, wie Papier hergestellt wird und wo sie im Alltag überall auf Papierprodukte treffen“, sagt er.

 

Gemeinsam mit Klassenlehrerin Sibylle Schwarzbeck und weiteren Betreuerinnen und Betreuern erkundeten die Kinder die vier Mitmach-Stationen. Wie kann man aus Altpapier neues Papier erzeugen? Was braucht man, um die Druckfarbe von alten Zeitungen zu entfernen? Und wie lässt sich Papier einfärben? Ausgerüstet mit Schutzbrillen und blauen Gummihandschuhen stürzten sich die Viertklässler in die Arbeit.

 

Der Rührer mischt die Farbe mit dem Papierbrei
Der Rührer mischt die Farbe mit dem Papierbrei
Aus alt mach neu: Eigenes Papier herstellen

„Papier machen hat viel mit Kochen und Backen zu tun“, erklärte Labormitarbeiter Jürgen Belle beim Papierfärben. „Man muss genau arbeiten und die Rohstoffe richtig mischen.“ Während ihre Klassenkameradin bereits im weißen Schutzkittel mit Pipette und Farbstoff hantierte, stellte Schülerin Alea Überlegungen zur optimalen Farbwahl ihres Blattes an. „Ich gucke erstmal, welche Farbe am schönsten wird und entscheide dann, welche ich für mein Blatt nehme“, verriet sie. Am Ende entschied sie sich für eine Mischung aus Türkis und Gelb.

 

An der nächsten Station erfuhren die Schülerinnen und Schüler in einem Versuch, welche Papiersorten sich im Wasser besser und welche weniger gut auflösen. Dazu wurde eine Mischung aus Pappe, herkömmlichem Schreibpapier, Küchenpapier und Filterpapier in einen Laborpulper gefüllt und mit Wasser vermischt. Je länger die Maschine mixt, desto feiner werden die Papierstücke in ihre Einzelbestandteile zerlegt. „Kaffeefilter und Küchenrolle gehören nicht ins Altpapier, weil sie sich kaum auflösen“, fasste Porkert abschließend noch einmal zusammen. Aus dem Papierbrei durfte jeder Laborgast schließlich sein eigenes Blatt herstellen.

 

 

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kl

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