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Ein neuer Moscheetyp für den europäischen Raum

Preisträgerin Ikraam Chaar mit Josef Schmid, Bürgermeister der Landeshauptstadt München (Foto: Landeshauptstadt München)
Preisträgerin Ikraam Chaar mit Josef Schmid, Bürgermeister der Landeshauptstadt München (Foto: Landeshauptstadt München)

[24|07|2014]

Architektur-Studentin Ikraam Chaar erhielt den LH-Hochschulpreis 2014

In seiner Laudatio brachte es Prof. Andreas Meck, Dekan der Fakultät für Architektur der Hochschule und Betreuer der Masterarbeit, auf den Punkt: „Es gehörte besonderer Mut dazu, als Frau Chaar in ihrer Masterarbeit die Debatte um den Bau eines islamischen Zentrums in der Stadt München aufgriff und sich vornahm, auf einem konkreten innerstädtischen Grundstück den Nachweis einer möglichen Umsetzung und Einfügung in das Stadtbild anzutreten“, sagte er bei der Verleihung des Hochschulpreises.

 

Die Studentin hatte sich in ihrer Arbeit „Iqbal Institut - Islamische Institution für München“ einer komplexen Aufgabe gestellt: Sie entwickelte einen Moscheetyp für den europäischen Raum, der sich nicht an den bekannten konventionellen und tradierten Typologien einer Moschee orientiert – in der Regel das Bild einer Kuppel mit Minaretten – sondern sich stärker an der Auseinandersetzung mit dem Ort und dem Anspruch an eine größere Öffentlichkeit ausrichtet. Die Arbeit wurde mit der Bestnote 1,0 bewertet. „Der Preis hat mich sehr überrascht. Ich hätte mit Kritik gerechnet, da das Thema stark diskutiert wurde, auch im Rathaus“, sagte Ikraam Chaar. Die 26-Jährige hat sowohl ihr Bachelor- als auch ihr Masterstudium an der Hochschule München absolviert.

 

Einer der Entwürfe von Ikraam Chaar
Einer der Entwürfe von Ikraam Chaar
Vernetzung von Hochschulen und Stadt fördern

„Eine funktionsfähige Hochschullandschaft ist ein bedeutender Image- und Wirtschaftsfaktor für unser München, ein ganz entscheidender Standortfaktor“, sagte Josef Schmid, Bürgermeister der Landeshauptstadt. Mit dem Hochschulpreis der Stadt München würdigt die Stadt Arbeiten, die sich in herausragender Weise mit Belangen der Kommune beschäftigen. Ziel ist es, hervorragende Erkenntnisse aus der akademischen Forschung in Stadtverwaltung, Gesellschaft und Wirtschaft zu tragen und München als Wissensstandort zu stärken. Jährlich geht jeweils ein Preis an die Ludwig-Maximilians-Universität, die Technische Universität München und die Hochschule München.

 

Meck / kl

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