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Mit Glanz und Gloria!

Klänge an einem Sommerabend: Chor und Orchester der Hochschule München führen Puccinis Frühwerk
Klänge an einem Sommerabend: Chor und Orchester der Hochschule München führen Puccinis Frühwerk "Messa di Gloria" auf (Foto: Brian P. Lawler)

[04|07|2017]

Klangvoll-freudige Sakralmusik: Das Konzert von Chor und Orchester in St. Franziskus

 

Strahlend – wie der Sommerhimmel draußen – empfingen Chor und Orchester der Hochschule München das Publikum mit Giacomo Puccinis Frühwerk „Messa di Gloria“. Bereits die ersten sanften Klänge des Kyrie und des Gloria brachten das Publikum in der hell erleuchteten Kirche St. Franziskus in Giesing in eine freudige Stimmung.

Die Interpretation von Prof. Matthias Stoffels mit Chor und Orchester und die Solisten, der Tenor Harrie van der Plas und der Bariton Martin Berner, wirkte so ganz im Sinne Puccinis: Er hatte den sakralen Charakter der Messe für das Abschlussstück seines Studiums im italienischen Lucca mit einer „ungewöhnlich positiven und fröhlich-feienden Musik“ umgesetzt.

 

Pompös und bis zur Flüsterlautstärke

Dabei, was Chor, Orchester und Solisten in den nächsten fünfzig Minuten in pompösen Einsätzen, in treibenden Orchester- und Bläserklängen, in beschwingten Triolen und leise bis zur Flüsterlautstärke ausgestalteten, nahmen sie das Publikum immer mit – mit Gänsehauteffekt, der bis zum Ende anhielt.

Die „Messa di Gloria“, ein Stück mit Geschichte, wie es sich im anschaulich und verständlich geschriebenen Programmtext von Prof. Stoffels nachlesen ließ: Sie wurde zu Lebzeiten von Puccini nur einmal im Jahr 1880 in Italien aufgeführt. Erst 1952 kam es in Chicago zu einer zweiten Aufführung durch einen italo-amerikanischen Priester, der vom alten Puccini eine Abschrift der Messe erworben hatte. Er gab dem Stück letztlich den Namen „Messa di Gloria“. Der Grund: Den freudigen Grundton der Messe im Gloria, mit dem „fröhlichen Gestus zum Lobpreis Gottes“, schiebt Puccini immer wieder an ungewöhnlichen Stellen der Messe musikalisch ein - im Gratias nach der Passage des Solotenors und in der Fuge Cum sancto spiritu. Das Gloria gab der Messe so ihren Namen.

 

Das Publikum war begeistert: Chor und Orchester zeigten vollen Einsatz (Foto: Allesandro Bongiorno)
Das Publikum war begeistert: Chor und Orchester zeigten vollen Einsatz (Foto: Allesandro Bongiorno)

 

Überraschende Wendung

Was Stoffels mit den SängerInnen und MusikerInnen zum Klingen brachte, endete abrupt: Unvermittelt war das Stück aus. Nach diesem Überraschungseffekt sprangen manche Besucher von ihren Sitzen zu „Standing Ovations“ auf. Der Funke, den Puccini in der Messe mit dem Gloria-Motiv immer wieder entzündet hatte, war an diesem Abend nicht nur auf die Musizierenden, sondern auch auf das Publikum übergesprungen.

 

Weitere Informationen: Informationen zu Link-Text der Hochschule und zur Möglichkeit mit zu Musizieren sind auf der Seite der Fakultät „Studium Generale und Interdisziplinäre Studien“ zu finden.

 

 

Christiane Taddigs-Hirsch

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